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Charel Hurt neuer Vorsitzender der CSJ
Serge Wilmes und  der neue CSJ-Präsident Charel Hurt, sowie der neue Generalsekretär Fréd Ternes und sein Vorgänger  Georges Weber.

Charel Hurt neuer Vorsitzender der CSJ

(Foto: Dani Schumacher)
Serge Wilmes und  der neue CSJ-Präsident Charel Hurt, sowie der neue Generalsekretär Fréd Ternes und sein Vorgänger  Georges Weber.
Lokales 2 Min. 02.02.2014

Charel Hurt neuer Vorsitzender der CSJ

Beim Nationalkongress der CSJ wurde Charel Hurt zum Nachfolger von Serge Wilmes gewählt. In einem 28-seitigen Thesenpapier fordern die jungen Christlich-Sozialen einen Neuanfang innerhalb  der Partei.

(DS) - Beim Nationalkongress der CSJ wurde Charel Hurt mit 65 von 66 möglichen Stimmen zum neuen Präsidenten der CSJ gewählt. Ihm zur Seite steht Fréd Ternes als neuer Generalsekretär. Hurt löst Serge Wilmes an der Spitze der CSV-Jugendorganisation ab.

Mir wëlle méi“

Der Kongress der CSJ – bei dem die Jugendorganisation übrigens ihr 60-jähriges Bestehen feirerte - stand ganz im Zeichen des Umbruchs. In einem Dokument mit dem Titel „Mir wëlle méi – vom Wahlverein zur Denkfabrik“ reagiert die CSJ auf das Wahlergebnis und fordert einen Neuanfang.

Die CSJ wolle keine Revolution vom Zaun brechen, meinte der scheidende CSJ-Vorsitzende Serge Wilmes in seiner Abschiedsrede. Doch auch konstruktive Kritik sei in der Vergangenheit oft als Majestätsbeleidigung aufgenommen worden. „Wenn wir einen Neuanfang fordern, wird das parteiintern oft als Kampfansage oder  als Putsch missverstanden“, stellte auch sein Nachfolger Charel Hurt klar

Mehr Basisdemokratie

In dem 28-seitigen Dokument fordern die jungen Christlich-Sozialen mehr Basisdemokratie innerhalb der Partei. Die parteiinterne Kommunikation müsse verbessert werden. Die junge Generation will mehr Mitspracherecht und sie will in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. So wünscht sich die CSJ z.B. spezifische Themenkongresse zu ganz konkreten Punkten. Insgesamt müsse der Austausch zwischen der Mutterpartei und der Jugendorganisation besser werden, so eine weitere Forderung. Um Konflikte zu entschärfen oder gar zu verhindern, könnte sich die CSJ eine parteiinterne Mediationsstelle vorstellen.

Die CSV-Jugendorganisation will darüber hinaus auch ernst genommen werden. Der neue Präsident Charel Hurt hofft deshalb, dass das CSJ-Papier, das nach einer ganzen Reihe von Wortmeldungen einstimmig angenommen wurde, auch innerhalb der Mutterpartei zur Kenntnis genommen wird. 2009 habe die Jugendorganisation schon einmal ein Papier mit zahlreichen Vorschlägen ausgearbeitet, das allerdings nie berücksichtigt worden sei. Serge Wilmes forderte deshalb eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“.

Weiterentwicklung statt Neuanfang

Dem von der Jugendorganisation geforderten Neuanfang stellte die aktuelle Parteiführung die Weiterentwicklung entgegen. Man dürfe nicht alles über Bord werfen, meinte CSV-Präsident Michel Wolter. Wenn man als Partei weiterhin in der Mitte der Gesellschaft stehen wolle, müsse man an den Grundwerten festhalten. Die CSV müsse allerdings dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen. Der CSV-Fraktionsvorsitzende Jean-Claude Juncker gestand den jungen Christlich-Sozialen zwar eine gewisse „Beinfreiheit“ zu, plädierte aber genau wie der Parteivorsitzende für die Weiterentwicklung der Partei.