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Champagner und Parfüm: Ladendieb vor Gericht
Lokales 06.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Champagner und Parfüm: Ladendieb vor Gericht

Das Urteil ergeht am 27. Februar.

Champagner und Parfüm: Ladendieb vor Gericht

Das Urteil ergeht am 27. Februar.
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 06.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Champagner und Parfüm: Ladendieb vor Gericht

Er hatte gleich mehrmals Luxusartikel in Geschäften mitgehen lassen. Nun riskiert ein Mann eine 18-monatige Haftstrafe.

(SH) - Moët et Chandon, Louis Roederer, Chanel. Auf seinen Streifzügen durch einen Supermarkt und eine Parfümerie hatte es ein Mann Ende Dezember 2019 und Anfang Januar dieses Jahres gleich mehrmals auf Luxusartikel abgesehen. Nun musste er sich wegen Diebstahls vor Gericht verantworten.

Dem 48-jährigen Georgier werden drei Vorfälle vorgeworfen. Zugegeben hat der Beschuldigte nur einen. Diesen konnte er auch nicht leugnen, waren am 2. Januar dieses Jahres am Ausgang eines Supermarktes doch drei unbezahlte Champagner- und zwei Wodkaflaschen bei ihm sichergestellt worden.

Bei den beiden anderen Vorfällen gehen die Aussagen der zuständigen Sicherheitsbeamten und des Angeklagten auseinander.

Haftstrafe gefordert

Dem Mitarbeiter eines Supermarktes zufolge soll der Mann am 27. Dezember 2019 am Diebstahl von vier Champagnerflaschen beteiligt gewesen sein. Der Beschuldigte stritt dies ab und schob einem anderen Mann den Diebstahl zu. Die Flaschen waren in der Tat in einer Tasche gefunden worden, die dieser Mann bei sich trug. Da dieser zweite Mann bisher allerdings nicht ausfindig gemacht werden konnte, konnte er auch nicht belangt werden.

Der Sicherheitsbeamte einer Parfümerie hatte unterdessen am 9. Januar bemerkt, wie der Mann im Geschäft ein Flakon Chanel no 19 im Wert von rund 116 Euro in seine Tasche gleiten ließ und den Laden dann verlassen wollte, ohne zu bezahlen. Auch hiervon wollte der Beschuldigte nichts wissen.


Gericht - Prozesser - Photo : Pierre Matgé
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Für die Vertreterin der Staatsanwaltschaft ist der Diebstahl dennoch nicht nur in dem einen Fall, sondern in allen drei Fällen gegeben. Es handele sich wohl um einfache Diebstähle, erschwerend komme aber hinzu, dass der Beschuldigte sich erst seit Dezember 2019 in Luxemburg aufhält und in seinen ersten drei Wochen im Großherzogtum gleich dreimal bei Diebstählen erwischt wurde. Sie forderte eine 18-monatige Haftstrafe und eine angemessene Geldbuße. 

Das Urteil ergeht am 27. Februar.