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CGDIS testet Feuerwehranwärter
Lokales 19 2 Min. 20.07.2019

CGDIS testet Feuerwehranwärter

CGDIS testet Feuerwehranwärter

Foto: Chris Karaba
Lokales 19 2 Min. 20.07.2019

CGDIS testet Feuerwehranwärter

In Düdelingen stellten sich am Samstag zukünftige Berufsfeuerwehrleute den spektakulären Sporttests des CGDIS.

Von Raymond Schmit

Die Zeiten, in denen elementare Kenntnisse über Wasser und Schlauch für Feuerwehrleute ausreichten, sind endgültig vorbei. Da die Einsätze immer vielseitiger und komplexer werden, muss sich der professionelle Einsatzhelfer von heute und morgen in vielen Bereichen auskennen - und fit muss er ohnehin sein.

Spätestens seit der Reform der Rettungsdienste vor gut einem Jahr wird noch mehr Wert auf eine effiziente Ausbildung gelegt. Dazu gehört auch der Sporttest. Und der hat es in sich, wie die 60 Anwärter, die die Notrettung zu ihrem späteren Beruf machen wollen, am Samstag im Sportzentrum René Hartmann in Düdelingen erfuhren.

Es sind hauptsächlich junge Männer, aber auch einige Frauen sind dabei. Sie haben ein gemeinsames Ziel, denn sie wollen Berufsfeuerwehrleute werden. Der Weg dorthin ist lang. Er beinhaltet weit mehr als nur Theorie. Die zukünftigen Einsatzhelfer müssen auch beweisen, dass sie in jeder Lage den körperlichen Anforderungen gewachsen sind. Das erfordert viel Durchhaltevermögen.

Darüber scheinen die meisten zu verfügen, denn von den 60 Anwärtern, die ihre Ausbildung im Februar begannen, sind erst zwei abgesprungen. Und das nicht etwa, weil zu viele Pflastersteine auf dem Weg zum professionellen Feuerwehrmann lagen, sondern hauptsächlich aus privaten Gründen, wie Cédric Gantzer vom Corps grand-ducal d'incendie et de sauvetage (GDIS) erklärt.

Sport bei der Feuerwehr ist nicht neu, vor einem Jahr allerdings wurde der Test angepasst. Begleitet werden die zukünftigen Feuerwehrleute von einem professionellen Coach. Früher zum Beispiel mussten sich die Anwärter an einem sechs Meter langen Seil hochziehen, erzählt Cédric Gantzer. Das habe man nun aber abgeschafft, weil es nicht den Aufgaben eines Feuerwehrmannes im Alltag entspreche.

Klaustrophobie unerwünscht

Die Aufgaben, die die zukünftigen Rettungshelfer zu bewältigen haben, sind durchaus komplexer. So wurde im Düdelinger Sportzentrum ein Parcours aufgebaut, auf dem die Teilnehmer ihre Fähigkeiten im Alltag unter Beweis stellen mussten. Es gehe allerdings nicht darum, Hochleistungssportler heranzuzüchten, führt Gantzer aus, sondern Leute auszubilden, die in der Lage sind, ihre Arbeit in Sicherheit zu bewältigen.

Insgesamt sechs Aufgaben hatten die Teilnehmer zu erfüllen. Und diese begann damit, dass sie eine intakte Rücken- und Bauchmuskulatur vorweisen mussten. Im anschließenden Parcours ging es dann darum, Hindernisse zu überwinden, eine 70 Kilogramm schwere Stoffpuppe zu ziehen oder durch einen Tunnel zu kriechen, um zu beweisen, dass man nicht unter Klaustrophobie leidet.


Als weitere Aufgabe wartete die Besteigung der 30 Meter hohen Drehleiter des Einsatzzentrums Düdelingen. Für Leute mit Höhenangst ist das nicht sehr empfehlenswert. Und als Sahnehäubchen sozusagen ging es für die Teilnehmer zum früheren Wasserturm der Arbed in Düdelingen. Hier galt es, die insgesamt 138 Stufen in voller Montur zu erklimmen. Zu den Prüfungen gehörten außerdem ein fünf Kilometer langer Lauf und eine Schwimmprüfung über 200 Meter.

Man bot in Düdelingen auch Leuten, die sich für eine Aufgabe als Rettungshelfer interessieren, die Gelegenheit, sich einen Eindruck über Ausbildungsmöglichkeiten und -bedingungen zu verschaffen. Hierfür hatten sich immerhin 130 Interessenten eingeschrieben. Die Aufgaben für sie waren allerdings nicht so schwierig wie für die zukünftigen Professionellen, gab Steve Mack, Direktor des Ausbildungszentrums des CGDIS, Entwarnung.

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