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CGDIS: Rettungskräfte müssen fit sein
Lokales 21.01.2020

CGDIS: Rettungskräfte müssen fit sein

Bei ihrer Arbeit sind Rettungskräften wie bei diesem Flächenbrand in Hamm im Sommer 2019 häufig Extrembedingungen ausgesetzt. Deshalb müssen sie fit sein.

CGDIS: Rettungskräfte müssen fit sein

Bei ihrer Arbeit sind Rettungskräften wie bei diesem Flächenbrand in Hamm im Sommer 2019 häufig Extrembedingungen ausgesetzt. Deshalb müssen sie fit sein.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 21.01.2020

CGDIS: Rettungskräfte müssen fit sein

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Übergewicht und Herzkreislaufprobleme führen bei Rettungskräften oft zur Untauglichkeit. Helfen können sie aber weiterhin. Eine neue Eignungsstufe innerhalb des CGDIS macht es möglich.

Bei Bränden, Unfällen und Rettungseinsätzen sind die Feuerwehrleute des nationalen Rettungsdienstes für die Sicherheit der Bürger im Einsatz. Um sich selbst nicht unnötigen Gefahren auszusetzen, müssen die Rettungskräfte nicht nur gut ausgebildet sein, sondern auch über eine gute körperliche Verfassung verfügen.

„Die körperliche Anstrengung, das Arbeiten unter Stress und die Hitze, der Feuerwehrleute im Einsatz ausgesetzt sind, sind Bedingungen, die eine spezifische Untersuchung verlangen“, sagt die Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Sven Clement (Piraten). Dieser wollte nämlich mehr über die medizinischen Kontrollen beim Corps grand-ducal d’incendie et de secours (CGDIS) erfahren.

Diese Untersuchungen sind für die Feuerwehrleute des nationalen Rettungsdienstes obligatorisch. Die medizinischen Bescheinigungen haben eine Gültigkeit zwischen einem und fünf Jahren. Um die Einsatzfähigkeit der Helfer zu beurteilen, berücksichtigen die Ärzte bei der Untersuchung stets das Einsatzgebiet der Rettungskraft. So gelten etwa im Bereich des Löschwesens andere Anforderungen als zum Beispiel bei den Rettungstauchern oder beim Groupe de support psychologique.


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Stellt der untersuchende Arzt gesundheitliche Probleme fest, kann dies dazu führen, dass die Rettungskraft verschiedene Funktionen nicht mehr ausüben darf. Wie die Innenministerin erklärt, zählen Übergewicht und ein erhöhtes Risiko einer Herzkreislauferkrankung zu den häufigsten Ursachen für eine solche Untauglichkeitserklärung.

Neue Eignungsstufe

Die entsprechenden Kriterien wurden zum Großteil bereits vor der Schaffung des nationalen Rettungsdienstes im Sommer 2018 angewendet. Neu ist jedoch, dass innerhalb des CGDIS eine neue Eignungsstufe eingeführt wurde. Diese erlaubt es Rettungskräften mit einer schlechteren gesundheitlichen Verfassung Teil des CGDIS und damit im Dienst der Bürger zu bleiben. So können Betroffene zum Beispiel Aufgaben innerhalb des Groupe de support psychologique oder im Groupe d’appui à la coordination opérationnelle übernehmen.

Um die Zahl der Untauglichkeitserklärungen zu senken, hat der nationale Rettungsdienst bereits mehrere kurzfristige Maßnahmen ergriffen – darunter die Einführung eines Sporttests für Anwärter bei der freiwilligen Feuerwehr, die Organisation von sportlichen Aktivitäten innerhalb der Rettungszentren sowie die Möglichkeit, mit einem professionellen Sportcoach zu trainieren und einen Ernährungsberater aufzusuchen.


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