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CGDIS reagiert auf Samu-Kritik
Lokales 31.07.2019 Aus unserem online-Archiv

CGDIS reagiert auf Samu-Kritik

Die Wahl des Standorts für das vierte Notarztteam in Hesperingen ist nicht unumstritten. Die CGDIS-
Verantwortlichen wollen aber zunächst eine dreimonatige Versuchsphase abwarten.

CGDIS reagiert auf Samu-Kritik

Die Wahl des Standorts für das vierte Notarztteam in Hesperingen ist nicht unumstritten. Die CGDIS-
Verantwortlichen wollen aber zunächst eine dreimonatige Versuchsphase abwarten.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 31.07.2019 Aus unserem online-Archiv

CGDIS reagiert auf Samu-Kritik

Heftig hatten Notärzte die CGDIS-Führung am Wochenende kritisiert. Doch diese weist die Vorwürfe entschieden zurück.

(str) - Man sei nicht in die Entscheidung eingebunden worden, ein viertes Notarztteam in Hesperingen zu stationieren. Auch wenn die dortige SAMU-Antenne ihren Sinn habe, gebe es im Norden und Osten viel dringenderen Handlungsbedarf. Heftig hatte die Berufsvereinigung der Notärzte am Wochenende das Innenministerium und die Führung des Corps grand-ducal d'incendie et de secours kritisiert (CGDIS).

Zudem wird gefordert, dass die Notarzteinheiten weiterhin an Krankenhäuser angebunden bleiben, nicht an externe Feuerwehrkasernen.


Das vierte SAMU-Fahrzeug wird vorläufig in der CGDIS-Zentrale in Hesperingen stationiert.
Vierte SAMU-Einheit demnächst einsatzbereit
Ab dem 1. Juli wird neben Ettelbrück, Luxemburg und Esch auch Hesperingen über eine SAMU-Einheit verfügen.

Am Rande einer CGDIS-Pressekonferenz bezogen die Verantwortlichen diese Woche auf Nachfrage hin auch dazu Stellung und zeigten wenig Verständnis für die harsche Kritik. Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) hob etwa hervor, dass es regelmäßig zum Gedankenaustausch mit den Notärzten und Notfallsanitätern gekommen sei. Zudem seien diese auch im CGDIS-Verwaltungsrat vertreten.

Oft kein Notarzt verfügbar

Dass das vierte Notarztteam nun seit dem 1. Juli in Hesperingen stationiert sei, habe man Aufgrund einer Abdeckungsanalyse festgelegt, fügte dem CGDIS-Generaldirektor Paul Schroeder hinzu. Die Untersuchung habe offenbart, dass es im Zentrum, wo tagsüber sehr viele Menschen arbeiten, oft Situationen gab, bei denen kein Notarzt zur Verfügung stand. Um schnelle und effiziente Rettungseinsätze zu gewährleisten, habe man dann als erste Notfallmaßnahme entschieden, dieses Team eben an die Feuerwehrkaserne in Hesperingen anzugliedern. 150 Einsätze im ersten Monat hätten die Analyse, die sehr kontrovers diskutiert worden sei, inzwischen auch bekräftigt.

„Wenn es politisch gewollt ist, dass binnen 15 Minuten ein Notarzt vor Ort ist, dann müssen wir auch Standorte außerhalb von Krankenhäusern eröffnen“, betont der CGDIS-Chef. „Dann sollte es nicht so sein, dass zuerst ein Krankenhaus gebaut werden muss.“ Nach einer Testphase von drei Monaten werde man im Herbst eine Bilanz ziehen. „Wir sollten der Sache eine Chance geben und die Angelegenheit dann mit ruhigem Kopf analysieren“, betonte Paul Schroeder weiter.


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