CFL-Parkhaus in Belval eröffnet
(na) - Am Dienstag ist das CFL-Parkhaus in Belval, direkt gegenüber dem Bahnhof, in Betrieb gegangen. Autofahrern stehen dort 1622 Plätze zur Verfügung, verteilt auf fünf Stockwerke.
Diese sind nicht nur für Personen bestimmt, die nach Belval wollen, sondern vor allem für Pendler, die am Bahnhof "Belval-Université" in den Zug umsteigen. Damit dieses Umsteigen leicht fällt, führt eine überdeckte Fußgängerbrücke direkt von der dritten Etage des Parkhauses in den Bahnhof.
Ohne CFL-Abo: 60 Cent pro Parkstunde
Außerdem dürfen Zugpassagiere mit CFL-Abos kostenfrei parken. Aktuell müssen Bahnkunden noch im Bahnhofschalter nach einer Freikarte fragen, doch sollen die automatischen Kassen demnächst das System Ego+ lesen können, so dass man mittels seiner Ego-Karte in Zukunft direkt an der Parkhauskasse eine Freikarte erhalten wird. Ansonsten werden pro Parkstunde 60 Cent verrechnet.
Demnach soll das neue CFL-Parkhaus nicht nur als ein Parkhaus für Belval, sondern als Infrastruktur für das ganze Land zu verstehen sein, betonte der Sassenheimer Bürgermeister Georges Engel.
Wiseler: CFL-Parkhaus reiht sich im Mobilitätskonzept ein
Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler erklärte weiter, dass die Eröffnung des Parkhauses als ein weiterer Schritt in der Umsetzung des nationalen Mobilitätskonzeptes zu verstehen sei. Ein Bahnhof sei ein Mobilitätszentrum, in dem verschiedene Mobilitätsformen aufeinander treffen. So sei das Parkhaus nicht nur für Autofahrer bestimmt, sondern es sei eben auch für Bus- und Zugfahrer konzipiert worden. Auch wurden Fahrradabstellplätze errichtet sowie ein „dépose minute“ - Stichwort „Intermodale Plattform" („échangeur de mobilité“).
CFL-Direktor Alex Kremer erklärte weiter, dass dank dem 15-minütigen Zug-Takt, der in Belval angeboten wird, die Pendler die nach Luxemburg wollen nicht einmal mehr den Fahrplan zu studieren bräuchten. Und wenn der „Arrêt Pont Rouge“ in Luxemburg erstmal bestehen werde, gebe es quasi eine direkte Linie von Belval bis nach Kirchberg.
Für Pendler bestimmt
Die Escher Bürgermeisterin Lydia Mutsch unterstrich ihrerseits, dass heute ein Drittel der 80 000 französischen Pendler, die täglich nach Luxemburg kommen, über Belval fahren. Dementsprechend froh sei man über den Neubau. Dank der „Liaison Micheville“ werde das Parkhaus auch von Frankreich aus ideal angebunden sein.
Der Bau des Parkhauses dauerte zwei Jahre und kostete 18 Millionen Euro.