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Cessingen: Bewaffneter Mann löst Polizeieinsatz aus
Lokales 12 12.03.2019

Cessingen: Bewaffneter Mann löst Polizeieinsatz aus

Gegen 20 Uhr wurde eine Person in einem Krankenwagen abtransportiert.

Cessingen: Bewaffneter Mann löst Polizeieinsatz aus

Gegen 20 Uhr wurde eine Person in einem Krankenwagen abtransportiert.
Foto: Guy Jallay
Lokales 12 12.03.2019

Cessingen: Bewaffneter Mann löst Polizeieinsatz aus

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Wegen einer angeblichen Bombendrohung ist das Hauptstadt-Viertel Cessingen am Dienstag weiträumig abgesperrt worden. Ein Mann hielt sich mehrere Stunden lang in seinem Haus verschanzt. Gegen 20 Uhr gibt die Polizei Entwarnung.

Große Aufregung herrschte am Dienstagabend im ansonsten eher beschaulichen Cessingen: Polizeikräfte sperrten das Zentrum des Viertels im Südwesten der Hauptstadt kurz vor 17 Uhr großräumig ab. In einem Haus im Chemin de Roedgen hatte sich ein Mann in einer Wohnung verschanzt. Einer Zeugin zufolge hatte er nach einem Beziehungsstreit gegen 16.45 Uhr gedroht, sich in dem Mehrfamilienhaus in die Luft zu sprengen.

Diese Information relativierte die Polizei nun in einem offiziellen Schreiben. Demnach sei der Mann zwar in Besitz von Waffen gewesen, von Sprengstoff oder einer anderen Drohung ist allerdings nicht die Rede. Auf LW-Nachfrage gibt der Pressedienst der Polizei keine Auskunft. 

Die Polizei stürmte gegen 19.45 Uhr die Wohnung des Mannes, nachdem dieser den Kontakt zu den Vermittlern der Polizei abgebrochen hatte. Er wurde der Polizei zufolge bewusstlos in der Wohnung aufgefunden und daraufhin in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Zugriff wurden keine weiteren Personen verletzt. Die Sperrung konnte daraufhin aufgehoben werden. 

Um 19.50 Uhr vernahmen Augenzeugen einen dumpfen Knall, der wohl auf den Zugriff zurückzuführen ist. Wenige Augenblicke später fuhr dann zunächst ein Notarztwagen vor das Haus. Kurze Zeit später wurde eine Person auf einer Trage in einen bereitstehenden Krankenwagen gebracht. 

Gegen 20 Uhr begannen Polizeibeamte die Absperrung aufzuheben. Um 20.06 Uhr verließ der Krankenwagen den Ort des Geschehens unter Polizeieskorte.

Zunächst hatte eine Anwohnerin, die sofort von Polizeikräften in Sicherheit gebracht worden war, gegenüber dem "Luxemburger Wort" bestätigt, dass ein Hausbewohner nach einem Beziehungsstreit eine Bombendrohung geäußert hatte. 

Die Sicherheitskräfte nahmen die Drohung ernst und riegelten den Bereich um den Chemin de Roedgen und die Rue de Cessange hermetisch ab. Anliegende Häuser wurden evakuiert.

Gegen 17 Uhr trafen nach und nach Beamte der Spezialeinheit USP ein, die auch mit einem schwer gepanzerten Fahrzeug im Einsatz waren. Die Spezialkräfte bezogen rund um das Haus Stellung. Zudem waren  auch Unterhändler der Polizei bei der Arbeit zu sehen. Gegen 18 Uhr betraten schwer bewaffnete Einheiten das Haus. Rund zwei Stunden später gab es die Entwarnung. 






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