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Centre mosellan: Auf Du und Du mit dem Wein
Lokales 2 Min. 26.09.2018

Centre mosellan: Auf Du und Du mit dem Wein

Am Dienstag legten die beteiligten Politiker den Grundstein für das Centre mosellan.

Centre mosellan: Auf Du und Du mit dem Wein

Am Dienstag legten die beteiligten Politiker den Grundstein für das Centre mosellan.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 26.09.2018

Centre mosellan: Auf Du und Du mit dem Wein

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Touristiker und die Weinwirtschaft sind sich schon lange einig: Das ein wenig angestaubte Weinmuseum in Ehnen braucht frischen Wind. Durch die Grundsteinlegung ist der Ausbau jetzt in greifbare Nähe gerückt.

Mit dem Langzeitprojekt Centre mosellan, der zentralen Anlaufstelle für Tourismus und Wein an der Mosel, geht es vorwärts. Gerade rechtzeitig vor den Chamberwahlen legten die beteiligten Politiker den Grundstein für die Erweiterung und die damit verbundene Neuausrichtung des Weinmuseums Ehnen.

Ungewöhnlich viel Zeit ist seit den ersten Plänen zur Modernisierung des Musée du vin vergangen. So datiert der Entwurf des Architektenbüros Valentiny hvp architects bereits aus dem Jahr 2003. „Das Projekt lag lange auf der Maische, wie man hier an der Mosel sagt“, meinte Léon Gloden, Präsident der Entente touristique, mit einem Augenzwinkern. Die folgenden Jahre waren durch Auseinandersetzungen mit dem Eigentümer des Nachbargrundstücks geprägt (siehe unten). Nachdem die Verhandlungen gescheitert waren, beschränkte sich der Ausbau auf das vorhandene Gelände, auf dem ein verfallenes Kelterhaus und das leerstehende, renovierungsbedürftige Haus Schëntgen. Dort soll sich in Zukunft der Empfang und der Großteil der Ausstellung befinden.

Vinothek unter spitzem Dach

Der Schuppen daneben wird abgerissen und durch den Neubau nach dem Entwurf des Architektenbüros Valentiny ersetzt. Sein hervorstechendes Merkmal ist ein spitz zulaufendes, mit Kupfer gedecktes Dach über einem Skelett aus Leimholz. Der Neubau dient als Vinothek und Bistro mit 50 Sitzplätzen. Im Haus Wellenstein und dem Kelterhaus, wo derzeit die Ausstellung untergebracht ist, werden nur kleinere Renovierungen vorgenommen.

Völlig neu konzipiert wird dagegen die Ausstellung, die mehr Wert auf eine lebendige Präsentation des Weines, auf Interaktivität und auf touristische Aspekte der Luxemburger Mosel legt. Als Vorbild gilt die Cité du vin in Bordeaux.

Für das Centre mosellan ist ein Finanzrahmen von sieben Millionen Euro vorgesehen, wovon 4,7 Millionen Euro auf die Baukosten entfallen, der Rest auf Inneneinrichtung und die Ausstellung. 

In dem schmalen Neubau auf Betonsäulen mit seinem kupfergedeckten Dach werden die Besucher in einer 
Vinothek Freundschaft mit dem Wein schließen können.
In dem schmalen Neubau auf Betonsäulen mit seinem kupfergedeckten Dach werden die Besucher in einer 
Vinothek Freundschaft mit dem Wein schließen können.
Grafik: Valentiny hvp architects

Max Hengel, Bürgermeister von Wormeldingen, sagte: „Mit dieser Grundsteinlegung fällt vielen von uns ein Stein vom Herzen.“ Tourismus-Staatssekretärin Francine Closener (LSAP) erklärte, das Zentrum werde das Potenzial der Mosel ins rechte Licht rücken. Umweltministerin Carole Dieschbourg wies auf den Erfolg ähnlicher Zentren, zum Beispiel das Biodiversum in Remerschen, hin. Finanzminister Pierre Gramegna (DP) unterstrich die Bedeutung für das Image der Moselregion.

Gesucht: Griffiger Name

Übrigens sucht das Wirtschaftsministerium noch immer einen neuen, plakativen Namen für das Zentrum. Bürger können ihre Vorschläge per E-Mail an die Adresse tourisme@eco.etat.lu einreichen.



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