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Caritas weiht vierte "épicerie sociale" ein: Arm unter Reichen
Der vierte "Caritas-Buttek" befindet sich an Nummer 21, Rue Michel Welter im Bahnhofsviertel.

Caritas weiht vierte "épicerie sociale" ein: Arm unter Reichen

Foto: Anouk Antony
Der vierte "Caritas-Buttek" befindet sich an Nummer 21, Rue Michel Welter im Bahnhofsviertel.
Lokales 28.06.2016

Caritas weiht vierte "épicerie sociale" ein: Arm unter Reichen

16,4 Prozent der Bevölkerung Luxemburgs leben an der Armutsgrenze. Ihnen stehen jetzt 15 Sozialläden zur Verfügung.

(dhay) - Mehr als 16,4 Prozent der Bevölkerung Luxemburgs leben laut der Statistikbehörde Statec an der Armutsgrenze. Damit steigt auch der Bedarf an günstigeren Lebensmitteln ständig an.

Diese werden in Sozialläden angeboten. Davon gibt es im Großherzogtum nun insgesamt 15. Acht werden vom Roten Kreuz betrieben, drei von der Organisation „Cent-Buttek“. Weitere vier von der Caritas, die gestern ihre neue „épicerie sociale“ in der Nummer 21 in der hauptstädtischen Rue Michel Welter offiziell einweihte. Seit der Eröffnung des Lebensmittelgeschäftes haben bereits 50 Personen den Antrag gestellt, ihre Einkäufe hier tätigen zu dürfen.

Die Stadt Luxemburg stellt der Caritas das Haus zur Verfügung. In den oberen drei Stockwerken wird jeweils eine Sozialwohnung eingerichtet.

Auch in einem der schönsten doch teuersten Stadtteile sei der Bedarf und die Not groß und man versuche, auch und vor allem diesen Menschen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen, sie zu betreuen und vielleicht sogar wieder aus der Armut herauszuführen. Darin waren sich Marie-Josée Jacobs, Präsidentin von Caritas Luxemburg, Lydie Polfer, Stadtbürgermeisterin, und Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen einig.

In ihren Eröffnungsreden versprachen Marie-Josée Jacobs, Lydie Polfer und Corinne Cahen, den bedürftigen Menschen die nötige Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Die Sozialläden seien ein Schritt in diese Richtung.
In ihren Eröffnungsreden versprachen Marie-Josée Jacobs, Lydie Polfer und Corinne Cahen, den bedürftigen Menschen die nötige Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Die Sozialläden seien ein Schritt in diese Richtung.
Foto: Anouk Antony

Caritas könne sich vorstellen, in Zukunft mit Jugendlichen aus dem nahe gelegenen „Fieldgen“ zusammenzuarbeiten und den Mädchen so ehrenamtliche Tätigkeit näherzubringen, meinte Präsidentin Jacobs.

Neben Lebensmitteln aller Art sowie Haushalts- und Hygieneartikeln bietet der „Caritas Buttek“ auch Kochrezepte und Kochkurse an.

Anders als die „Cent-Butteker“, die nicht-verkaufte Artikel unter anderem von Supermärkten erhalten, kaufen die zwölf Sozialläden von Caritas und Rotem Kreuz gemeinsam beim Großhändler ein. Das ermöglicht ihnen, die Ware sehr viel billiger zu verkaufen.
Anders als die „Cent-Butteker“, die nicht-verkaufte Artikel unter anderem von Supermärkten erhalten, kaufen die zwölf Sozialläden von Caritas und Rotem Kreuz gemeinsam beim Großhändler ein. Das ermöglicht ihnen, die Ware sehr viel billiger zu verkaufen.
Foto: Anouk Antony



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