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Cannabis-Therapie: Colombera kommt vor Gericht
Lokales 05.11.2012 Aus unserem online-Archiv

Cannabis-Therapie: Colombera kommt vor Gericht

Jean Colombera landet auf der Anklagebank.

Cannabis-Therapie: Colombera kommt vor Gericht

Jean Colombera landet auf der Anklagebank.
Foto: Guy Jallay
Lokales 05.11.2012 Aus unserem online-Archiv

Cannabis-Therapie: Colombera kommt vor Gericht

Seine Begeisterung für Cannabis als Medikament wird den Arzt und ADR-Abgeordneten Jean Colombera auf die Anklagebank bringen. Informationen des „Luxemburger Wort“ wird sich Colombera Ende diesen Monats in Diekirch vor Gericht verantworten müssen.

(gs/vb) - Seine Begeisterung für Cannabis als Medikament wird den Arzt und ADR-Abgeordneten Jean Colombera auf die Anklagebank bringen. Laut Informationen des „Luxemburger Wort“ wird sich Colombera Ende diesen Monats in Diekirch vor Gericht verantworten müssen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Colombera vor, mehreren Patienten Cannabis verabreicht und dabei gegen Gesetze verstoßen zu haben. Die Ermittlungen in dieser Angelegenheit laufen bereits seit 2010. Nun entschied die Ratskammer des Bezirksgerichts Diekirch die Sache ab dem 26. November zur Verhandlung zu bringen.

Gesundheitsminister: Cannabis ist eine Droge

Colombera macht seit Jahren Stimmung für eine liberale Drogenpolitik. Er stellte rund ein Dutzend parlamentarische Fragen und organisierte eine Demonstration mit rund 30 Teilnehmern für die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken. Seiner Meinung nach können die Blätter der Hanf-Pflanze in kleinen Dosen verabreicht hervorragend zur Schmerztherapie, bei Schlafstörungen und Depressionen eingesetzt werden. Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo will der Argumentation nicht folgen und steht auf dem Standpunkt, dass Cannabis zuallererst eine Droge sei.

Bereits seit 2010 laufen Ermittlungen der Staatsanwalt gegen Colombera. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, gegen das Strafgesetz verstoßen zu haben. Der Artikel über Betäubungsmittel sieht zum Beispiel vor, dass Patienten maximal sieben Tage Cannabis verabreicht werden darf, und das nur mit besonderen Formularen des Ministeriums. Die Substanz darf außerdem nur von einem Luxemburger Apotheker besorgt werden.