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Café-Restaurant "Waldhaff": Eine Schließung, zu der es wohl nicht kommen wird
Das Restaurant muss vorläufig schließen.

Café-Restaurant "Waldhaff": Eine Schließung, zu der es wohl nicht kommen wird

Foto: Lex Kleren
Das Restaurant muss vorläufig schließen.
Lokales 13.07.2017

Café-Restaurant "Waldhaff": Eine Schließung, zu der es wohl nicht kommen wird

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Obwohl die Richter am Donnerstag anordneten, das dass Café-Restaurant "Waldhaff" schließen muss, wird es kaum zur Schließung kommen. Die Genehmigung wurde bereits beantragt, die Berufungsfrist läuft noch.

(SH) - "Das Café-Restaurant "Waldhaff" muss vorläufig schließen". Diese Entscheidung gaben die Richter des Bezirksgerichtes Luxemburg am Donnerstag bekannt. Erst wenn eine Genehmigung vorliegt, um mehr als 50 Kunden zu bedienen, darf Marc H. seinen Betrieb wieder eröffnen.

Zudem wurden sowohl die Gaststätte als auch der Betreiber zu einer Geldstrafe von jeweils 10.000 Euro verurteilt.

Das Urteil tritt allerdings erst dann in Kraft, wenn die 40-tägige Berufungsfrist abgelaufen ist - und unter der Bedingung, dass keine der Parteien den Weg in die zweite Instanz gehen will. Marc H. bestätigte am Donnerstagmorgen, dass die Genehmigung bereits beantragt wurde. Demnach dürfte es aller Voraussicht nach zu keiner Schließung kommen.

Strafmaß liegt unter Forderung der Staatsanwaltschaft

Marc H. musste sich wegen Verstößen gegen Umweltschutzgesetze und Bauvorschriften vor Gericht verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, ohne Genehmigung umfassende Baumaßnahmen - wie die Anlegung einer Terrasse und einer Pétanque-Bahn - unternommen zu haben, obwohl die Anlage in einer geschützten Grünzone liegt. Darüber hinaus verfügte das Restaurant über 220 Gedecke, obwohl die Kommodo-Prozedur nur 50 genehmigte.

Das Strafmaß, das von den Richtern in erster Instanz ausgesprochen wurde, liegt deutlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte Geldstrafen von 50.000 Euro gegen das Restaurant und 75.000 Euro gegen den Betreiber sowie eine Haftstrafe von drei Monaten gegen Marc H. gefordert. Zudem hatte der Vertreter der Staatsanwaltschaft gefordert, dass die Örtlichkeit binnen drei Monaten in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird und das Lokal geschlossen wird.

Der Verteidiger von Marc H. hatte erklärt, die Baumaßnahmen seien legal, weil sich das Areal zwar wohl in einer landwirtschaftlichen Grünzone befindet, allerdings als "Secteur protégé d'intérêt communal de type environnemental construit" gekennzeichnet sei - und demnach dort gebaut werden dürfe.


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