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Bürgerversammlung: Von einer Baustelle zur nächsten
Lokales 3 Min. 29.09.2015

Bürgerversammlung: Von einer Baustelle zur nächsten

Lokales 3 Min. 29.09.2015

Bürgerversammlung: Von einer Baustelle zur nächsten

Am Dienstagabend fand im Konservatorium in der Hauptstadt eine Infoveranstaltung zum Thema Baustellen statt. Rede und Antwort standen den Bürgern Vertreter der Stadt Luxemburg, von Creos, der Post und der Tramgesellschaft.

(dho) - „Baustellen sind eine unendliche Geschichte“ sagt Hauptstadt-Bürgermeisterin Lydie Polfer. Und weil die besten Geschichten jene sind, die man versteht, gab es am Dienstagabend im großen Saal des Konservatoriums die nötigen Erklärungen.

Zu der Informationsversammlung hatten sich einige Interessierte eingefunden. Von einem vollen Haus konnte aber keine Rede sein.
Zu der Informationsversammlung hatten sich einige Interessierte eingefunden. Von einem vollen Haus konnte aber keine Rede sein.
Foto: Pierre Matgé

Zum Beispiel, dass vor 30 
Jahren 80.000 Menschen in der Stadt lebten und täglich zusätzlich 10.000 Personen zum Arbeiten kamen. Heute leben 107.000 Einwohner auf dem Gebiet der Hauptstadt und täglich kommen 120.000 Arbeitnehmer. „Fast 230.000 Menschen müssen also mit Wasser, Gas, Strom und schnellen Internetverbindungen versorgt werden“, betont die Bürgermeisterin.


Die demografische Entwicklung der Hauptstadt ist aber nur eine Erklärung, warum es zu Baustellen kommt. Eine andere ist, dass zum Beispiel Wasserleitungen 
eine begrenzte Lebensdauer haben. Irgendwann müssen sie erneuert werden. In einem Stadtviertel wie beispielsweise Belair, das quasi aus einem Guss entstanden ist, müssen auch die Leitungen in einem Wurf ersetzt werden. Das erklärt dann auch, warum verschiedene Arbeiten Viertel für Viertel durchgeführt werden.

Zu Baustellen kommt es aber auch, weil die Technik besser wird. Ein gutes Beispiel sind die Glasfaserkabel, die überall verlegt werden. Für eine gewisse Zeit bremsen sie den Verkehr, nachher aber garantieren sie eine schnelle Internetverbindung.

Sehen Sie hier die Präsentation:


Eine weitere Erklärung, warum mal wieder eine Straße wegen einer Baustelle gesperrt werden muss, sind die Gesetze. Gesetze ändern, bzw. schreiben neues Material für Rohre vor und dem muss sich dann angepasst werden. Und weil halt alles unter der Straße liegt, in unterschiedlichen Schichten (ganz unten sind die Wasserrohre), müssen bei jedem Eingriff in diese Strukturen die Bagger anrollen und es muss gebuddelt werden. Alte Sachen raus, neue rein. Eine relativ kurze Störung, jedoch für einen guten Zweck sozusagen. Schließlich geht es um mehr Komfort auf lange Sicht. „Zudem eine Investition in die Zukunft einer modernen und funktionellen Metropole“, unterstreicht Lydie Polfer.

Mehrere Akteure

Dass Vertreter von Creos (Strom und Gas), Post (Telefon, Glasfiber) und Tramgesellschaft am Dienstagabend beim Informationsabend anwesend waren, sollte untermauern, dass es nicht die Gemeindeverwaltung alleine ist, die für Baustellen sorgt. Vor allem aber ging es darum, zu erklären, wie diese verschiedenen Akteure ihre Arbeiten koordinieren, um die Beeinträchtigung der Lebensqualität der Menschen so kurz wie möglich zu halten.

Hinter allem steckt also ein großer Plan. Und weil Baustellen 
eine unendliche Geschichte sind, wird es auch in den nächsten Jahren viele Baustellen auf dem Gebiet der Hauptstadt geben. Vor allem, weil die Stadt sich weiterentwickelt, innerhalb der bestehenden Grenzen und darüber hinaus, wie zum Beispiel auf dem Ban de Gasperich.

Tram

Selbstverständlich spielte bei der Informationsversammlung auch die Tram eine wichtige Rolle. Sie wird in den nächsten Jahren für so manche Einschränkung im Straßenverkehr sorgen. Zum einen müssen natürlich die Gleise durch die Stadt verlegt werden. Dann geht es aber auch darum, dass die Rohre und Leitungen, die sich heute unter der geplanten Strecke befinden, verlegt werden müssen, weil spätere Wartungsarbeiten sonst kaum mehr möglich sind. 

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