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Bürgerversammlung: Google im Dialog
Lokales 21.11.2019

Bürgerversammlung: Google im Dialog

Im Juni kündigte Google bereits an, ein neues Datenzentrum im Wert von 600 Millionen Euro im belgischen Saint-Ghislain zu errichten.

Bürgerversammlung: Google im Dialog

Im Juni kündigte Google bereits an, ein neues Datenzentrum im Wert von 600 Millionen Euro im belgischen Saint-Ghislain zu errichten.
Foto: Google Datacenter
Lokales 21.11.2019

Bürgerversammlung: Google im Dialog

Jeff WILTZIUS
Jeff WILTZIUS
Am Donnerstagabend wird es spannend in Bissen. Der Internetgigant aus Kalifornien lädt zu einer öffentlichen Informationsversammlung ein und stellt sich den Fragen der Bürger.

Der Datenriese aus Kalifornien ist nicht gerade als sehr kommunikationsfreudig bekannt. Umso überraschender kam die Einladung zu einer öffentlichen Informationsversammlung am Donnerstagabend ab 18 Uhr im Hall Frounert

Im Mittelpunkt steht der Bau des Datenzentrums in Bissen. In einem Interview mit dem „Luxemburger Wort“ erklärte Bürgermeister David Viaggi, dass deren Verantwortliche darauf bestanden hätten, in Zukunft transparenter zu sein. Die angekündigte Versammlung sei demnach auch von Google selbst organisiert worden, die Gemeindeverantwortlichen hätten nichts damit zu tun. 

Suche nach dem Gespräch

Gerade in den Fragen zu Umweltschutz und Stromverbrauch war Google bisher mit den Antworten sehr zurückhaltend. 

So soll der „Serverbunker“ in der ersten Phase eine Strommenge von alleine sieben Prozent des nationalen Verbrauchs im Jahr 2018 benötigen, meldet RTL unter Berufung auf einen Sprecher des Konzerns. Sobald die zweite Bauphase abgeschlossen ist, wären es zwölf Prozent. 


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Das geplante Rechenzentrum des Suchmaschinenkonzerns in Bissen braucht enorme Mengen Strom. Mehr als ein Zehntel der nationalen Versorgung könnte in die Anlage fließen.

Dafür müsse der Netzbetreiber Creos seine Kapazitäten jedoch erhöhen. Auf LW-Nachfrage konnte Creos die Prozentangaben nicht bestätigen und verwies auf eine entsprechende Vertraulichkeitsvereinbarung mit dem Suchmaschinenkonzern. So habe Creos noch keine Verbrauchsdaten für die verschiedenen Bauetappen von Google erhalten. 

Auch der Anschluss an das Stromnetz erfolge „nicht auf Basis des jährlichen Stromverbrauchs, sondern auf Basis der maximalen Leistung“. 

Offenbar plane der Internetgigant zudem, eine Fotovoltaikanlage auf dem Gelände des Rechenzentrums in Bissen zu errichten. Der überwiegende Teil der Energie soll jedoch aus dem nationalen Hochspannungsnetz kommen. 

Kühlwasser aus der Alzette

Ein weiteres, bis dato ungelöstes Problem ist die enorme Wassermenge, die das Rechenzentrum zum Kühlen benötigt. Laut Google würde die Anlage das Wasser aus der Alzette nutzen. 


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Auch eine Nutzung der Abwässer der angrenzenden Luxlait wurde als Alternative in Betracht gezogen. 

Doch in den trockenen Sommermonaten müsste der Internetgigant auf das Trinkwasser des Aufbereiters Sebes zurückgreifen. 

Das brachte in der Vergangenheit viel Kritik hervor: Unter anderem der Mouvement écologique prangerte den hohen Land- und Wasserverbrauch an. Bereits heute Mittag lädt Google die Luxemburger Medien zu einem Pressetermin nach Bissen ein.

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