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Bürgermeisterin Vera Spautz : "Esch ist dabei, sein Bild zu verändern“
Lokales 3 Min. 18.11.2016

Bürgermeisterin Vera Spautz : "Esch ist dabei, sein Bild zu verändern“

Die Stadt Esch hat für die Erneurung des Resistenzmuseums eine Million Euro für 2017 budgetiert.

Bürgermeisterin Vera Spautz : "Esch ist dabei, sein Bild zu verändern“

Die Stadt Esch hat für die Erneurung des Resistenzmuseums eine Million Euro für 2017 budgetiert.
Foto: Lex Kleren
Lokales 3 Min. 18.11.2016

Bürgermeisterin Vera Spautz : "Esch ist dabei, sein Bild zu verändern“

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Ein ausgefallenes Projekt hat die Escher Bürgermeisterin Vera Spautz bei der Budgetvorstellung 2017 nicht aus ihrem Ärmel gezaubert. Dafür stellte sie aber eine Ausweitung der Stadt in Aussicht. Dies weil Bewegung in die Akt der Industriebrachen kommt.

(na) - „Esch ist im positiven Sinne dabei, sein Bild zu verändern“. Mit diesem Satz schloss die Escher Bürgermeisterin Vera Spautz (LSAP) am Freitag ihre Präsentation der Haushaltvorlage für 2017 ab.

Zuvor war sie unter anderem auf das neue Potenzial eingegangen, das die Industriebrachen für die Entwicklung der Stadt darstellen. Angepeilt werden eine „logische und nachhaltige Planung“ des Werksstandorts Esch/Schifflingen wofür Studien in Auftrag gegeben wurden.

Neues zur „Lentille terres rouges“

Aber auch auf der Brache „Lentille terres rouges“ komme Bewegung in die Akte. Ein Bauherr arbeite an einem Projekt. „Wir bleiben am Ball, dies auch indem wir immer wieder auf das Gelände hinweisen, das wir brauchen um unseren Schulbedarf im Gleichgewicht zu behalten“, so Spautz weiter.

Im Rahmen der Neunutzung der Brachen und der Kandidatur zur europäischen Kulturhauptstadt 2022 werden sich auch Gedanken darüber gemacht, welche Industriegebäude erhalten werden könnten.

So hätten bereits erste Gespräche betreffend eine Neunutzung der Industriegebäude zwischen der Schlackenhalde und dem Kreisverkehr „Terres rouges“ stattgefunden.

Neue Schulen

Im März waren die Pläne der neuen Schule in Wobrekcen bekannt gegeben worden. Diese soll 2019 eröffnen. Gestern kündigte Bürgermeisterin Vera Spautz eine weitere Struktur an, die bereits im September 2017 eröffnen soll.

Diese soll „Op de Kleppen“ (unweit der Mercedesgarage) entstehen und aus zehn neuen Klassensälen und einer „Maison relais“ bestehen. Zehn Millionen Euro sind dafür vorgesehen. In Lallingen wird indes die Schule um fünf Klassensäle vergrößert.

Neue Geschäfte anziehen

Um neue Geschäfte mit innovativen Ideen nach Esch anzulocken, möchte die Stadt ein neues Konzept entwickeln, mit dem sie selber Lokale vermieten würde und die Mieten entsprechend dem Gewinn festlegen könne. Eine entsprechende Studie (35 000 Euro) wird in Auftrag gegeben.

Nonnewisen wachsen weiter an

Im neuen Stadtviertel werden zwei neue Großprojekte in Angriff genommen. Während im Los N6 Einfamilienhäuser und Appartements vorgesehen sind, sollen im Los N7 48 Appartements entstehen. Dank Parkplätzen unter dem Los N6, sollen beide neue Viertel autofrei bleiben.

Renovierungen in Fußballstadien

Vera Spautz kündigte Renovierungsarbeiten in den Escher Stadien an. Im Stade Emile Mayrisch (Fola) sollen Umkleidekabinen und Tribüne erneuert werden. Außerdem erhält das Trainingsfußballfeld einen neuen Rasen (insgesamt 1,2 Millionen Euro).

Im Jeunesse-Stadium werden die Umkleideräume und die Sanitären erneuert (eine Million Euro).

Resistenzmuseum wird erneuert

Ebenfalls eine Million Euro soll 2017 ins Museum am Brillplatz investiert werden. Vera Spautz erklärte, dass Architekt Jim Clemes zusammen mit einem Museografen diese Woche den definitiven Entwurf zum neuen Museum vorgestellt habe.

Ariston soll erhalten bleiben

Gespräche werden mit den Verantwortlichen des Escher Kinos geführt. Wegen des Prozesses zwischen dem ehemaligen Betreiber und dem Besitzer sei es aber zu Verzögerungen gekommen. Vera Spautz versicherte, dass der Schöffenrat das Kino erhalten möchte und ein neues Konzept dafür ausarbeiten möchte.

Die Seilbahnidee überprüfen

Die Möglichkeit, eine Seilbahn zwischen dem Escher Zentrum und Belval zu bauen soll geprüft werden. Für die Studie wurden 89 000 Euro vorgesehen.

"Upcycling" in Esch

„Benu“ steht für eine alte ägyptische Gottheit und soll wie „Be new“ ausgesprochen werden. Dahinter versteckt sich ein Projekt, das eine lokale Produktion von Kleidern, Kunst- und Gebrauchsgegenständen vorsieht, erklärte Vera Spautz. Dies nach den Regeln des „upcycling“. Sprich Abfallprodukte die in neuwertige Produkte umgewandelt werden. Ein erstes Projekt ist in der Rue d'Audun vorgesehen.

Fixerstuff und Abrisud

Auffallend war, dass Vera Spautz weder die Projekte Fixerstuff noch Abrisud ansprach. Für beide stehen aber jeweils eine Million Euro im Haushalt bereit.

Gemeindeschuld geht zurück

2017 ist keine Kreditaufnahme vorgesehen. Auf die Anleihe in Höhe von zwölf Millionen Euro, die 2016 vorgesehen war, konnte verzichtet werden, so dass die Gemeindeschuld Ende 2017 voraussichtlich auf 54,7 Millionen Euro sinken wird.


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