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Bridel: Asylheimpläne verschoben wegen ... unzureichender Parkplätze
Entlang der Straße „op der Berk“ in Bridel werden links die Asylantenstrukturen und rechts die sozialen Wohnungen entstehen.

Bridel: Asylheimpläne verschoben wegen ... unzureichender Parkplätze

Foto: Charlot Kuhn
Entlang der Straße „op der Berk“ in Bridel werden links die Asylantenstrukturen und rechts die sozialen Wohnungen entstehen.
Lokales 13.03.2017

Bridel: Asylheimpläne verschoben wegen ... unzureichender Parkplätze

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Knackpunkt im Kopstaler Gemeinderat waren nicht die Asylbewerber sondern die als unzureichend angesehenen Autoparkplätze beim Bauprojekt, das eine Flüchtlingsstruktur und Sozialwohnungen vorsieht.

(c.k.) - Etwas überraschend verlief die gut zweistündige Debatte in der Gemeinderatsitzung in Kosptal vom Montagmorgen zum Teilbebauungsplan „Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber und soziale Wohneinheiten“ in Bridel.

Opponenten sehen von weiterem Einspruch ab

Nachdem in der Novembersitzung einstimmig die planungsrechtlichen Grundlagen in der Rue des Bruyères in Bridel für ein Asylheim und Sozialstrukturen geschaffen wurden, hätte man eigentlich höchstens eine erneute Diskussion zur Ästhetik der Aufnahmeeinrichtungen in modularer Bauweise erwarten können.

Dies umso mehr, als die 85 Opponenten zu dem Asylantenprojekt von einem weiteren Einspruch absehen wollen.

Knackpunkt Parkplätze

Aber Knackpunkt waren nicht die Asylbewerber, über die eigentlich nur wenig gesprochen wurde, sondern die als unzureichend gesehenen Autoparkplätze. Dies bei den vom „Fonds du Logement“ zu erbauenden 23 sozialen Wohneinheiten mit 16 Reihenhäusern, fünf Zweifamilienhäusern, zwei Doppelhäusern sowie den Empfangsstrukturen für 42 Asylbewerber.

Kritik gab es, weil die vorliegenden PAP-Pläne nicht von der lokalen Bautenkommission eingesehen worden waren. Die Räte sprachen von einem in seiner Grundbasis nicht ausgereiftem Projekt, das urbanistisch so nicht zu vertreten sei.

Vor allem dem Vorschlag eines einzigen Autostellplatzes pro Wohneinheit wollte man nicht zustimmen, zusätzliche öffentliche Parkräume sollten vorgesehen werden und der Spielplatz an zentraler Stelle als Begegnungsstätte geplant werden.

Abstimmung verschoben

Auch ein Anschluss an ein Carsharing-Angebot wurde angedacht. Schlussendlich wurde eine offizielle Vorstellung der Bauvorhaben für die Räte zusammen mit der Bautenkommssion festgehalten und die Abstimmung auf die nächste Sitzung verschoben.

Das noch vor Monaten heikle Thema „Asylantenaufnahme“ scheint demnach gelöst, die fehlenden Parkplätze dürften sich noch finden lassen ...


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