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Brauerei in historischen Gemäuern: "Bier brauen wie vor 100 Jahren"
Lokales 2 Min. 19.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Brauerei in historischen Gemäuern: "Bier brauen wie vor 100 Jahren"

Das Stationsgebäude „Becher Gare“wurde 1904 gebaut.

Brauerei in historischen Gemäuern: "Bier brauen wie vor 100 Jahren"

Das Stationsgebäude „Becher Gare“wurde 1904 gebaut.
Foto: Serge Daleiden
Lokales 2 Min. 19.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Brauerei in historischen Gemäuern: "Bier brauen wie vor 100 Jahren"

Anne Julie HEINTZ
Anne Julie HEINTZ
Ein historisches Gebäude 
bekommt eine neue Verwendung: In die denkmal-
geschützten Gemäuer der „Becher Gare“ zieht im Spätsommer die
„Echternacher Brauerei“ ein.

(AH) - Eine Abteistadt braucht eine Brauerei. Und das denkmalgeschützte Gebäude „Becher Gare“ braucht eine neue Verwendung. Passt! Dachte sich der 30-jährige Pol Wesner und setzte alle Hebel in Gang. Ab dem Spätsommer wird hier Bier gebraut – und zwar in limitierter Auflage.

Eine Idee ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Und nicht irgendeine Idee, denn Bierbrauen in einem historischen Gebäude, das einst als

Stationsgebäude „Charlys Gare“ auf der Bahnstrecke Luxemburg-Echternach diente und knapp 113 Jahre alt ist, das hat schon ganz besonderen Charme und Charakter. Zudem ist es Echternachs erste Brauerei in dieser Form.

Initiator der Idee, die „Echternacher Brauerei“ zu gründen und hauseigenes Bier zu brauen ist Pol Wesner. Der gelernte Pilot entdeckte vor fünf Jahren im Keller seines Hauses seine Passion für das Bierbrauen.

Gemeinde Bech zeigt Begeisterung

„Ich stamme aus einer Familie, die im Bereich des Weinbaus tätig ist. Also dachte ich mir, versuche ich es mal mit dem Bierbrauen. Meine Großeltern stammen aus Bech und bereits als kleines Kind habe ich hier sehr viel Zeit beim Spielen verbracht. Zuerst wollte ich in ihrem ,Bongert‘ einen Schuppen errichten, um dort mit dem Bierbrauen zu beginnen. Als die Becher Gemeinde davon erfuhr, zeigte sie große Begeisterung für mein Vorhaben und stellte mir die Räumlichkeiten der ,Becher Gare‘ zu Verfügung“, erklärt der Hobbybrauer.

Die Gemeinde Bech will in naher Zukunft dem gesamten Gelände der ehemaligen „Charlys Gare“ einen neuen Look verpassen. Die Einrichtung einer Brauerei komme da gelegen, zumal im gegenüberliegenden Gebäude eine neue Gastwirtschaft und ein neues Restaurant Mitte März eröffnen werden. Zudem ist ein großer Spielplatz daneben geplant. So kommen nicht nur die Erwachsenen auf ihre Kosten, sondern auch die Kinder.

Die Renovierungsarbeiten laufen auf Hochtouren.
Die Renovierungsarbeiten laufen auf Hochtouren.
Foto: Serge Daleiden

Ein Nischenprodukt herstellen

„Neben Bierverkostungen bei uns in der Brauerei wird unser Bier in der gegenüberliegenden Gastwirtschaft ausgeschenkt. Auch wird es an andere Gaststätten verkauft. Wir wollen eine kleine, limitierte Auflage produzieren und somit eine hochwertige Qualität unseres Produkts anstreben. Unser Konzept ist es, Bier zu brauen wie vor 100 Jahren. Auch wird es nur drei Sorten Bier geben, zwei saisonale Biere – ein helles im Sommer und ein dunkles im Winter – sowie eine Sorte, eine Art Vollbier, die es das ganze Jahr über gibt“, unterstreicht der 30-Jährige.

Zur Seite stehen ihm sein Vater und ein ausgebildeter Braumeister. Am 7. Mai fällt der Startschuss in die neue Wandersaison in der Region Müllerthal. Bereits dann wird in der „Becher Gare“ den Interessierten einen ersten Einblick in die Brauerei gewährt.


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