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Brandursache weiter ungeklärt
Lokales 16 17.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Brandursache weiter ungeklärt

Bis sich Wald und Flur von den Flammen erholt haben, wird noch viel Zeit vergehen. Derzeit gleichen die rund zehn Hektar bei Schlindermanderscheid einer Mondlandschaft.

Brandursache weiter ungeklärt

Bis sich Wald und Flur von den Flammen erholt haben, wird noch viel Zeit vergehen. Derzeit gleichen die rund zehn Hektar bei Schlindermanderscheid einer Mondlandschaft.
Foto: Armand Wagner
Lokales 16 17.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Brandursache weiter ungeklärt

Gilles SIEBENALER
Gilles SIEBENALER
Zwei Wochen sind vergangen, seit zwischen Consthum und Schlindermanderscheid rund zehn Hektar Wald in Flammen standen. Das Feuer hat Spuren hinterlassen.

Verkohlte Baumstümpfe, abgebrannte Äste, aschgrauer Boden: An grünen Wald und Wiesen erinnert auf dem weiten Hügel zwischen Consthum und Schlindermanderscheid nichts mehr. Das einst blühende Areal aus Bäumen, Pflanzen und Gras ist einer Art Mondlandschaft gewichen. Schuld daran ist ein Feuer, das vor genau zwei Wochen gewütet hatte.

Wie es dazu kommen konnte, ist noch immer ungeklärt. Die Suche nach der Brandursache geht weiter. Auf Nachfrage lässt die zuständige Staatsanwaltschaft Diekirch mitteilen, dass die Ermittlungen laufen und es bis dato keine klaren Erkenntnisse zum Ursprung des Feuers gebe.

Dieser Brand war ein Feuer, mit dem die Einsatzkräfte in Luxemburg zum Glück nur selten konfrontiert sind. Nicht nur die Größe des Areals, das in Flammen stand, sondern auch die extreme Hitze sowie die unzugängliche Lage vor Ort stellten die Feuerwehren vor ganze besondere Herausforderungen.


Waldbrand Schlindermanderscheid - Photo : Pierre Matgé
Waldbrand: Feuer ist gelöscht
150 Feuerwehrkräfte aus 15 Zentren waren von Freitag an zwischen Schlindermanderscheid und Consthum wegen eines Waldbrandes im Einsatz. Am Samstagmorgen die Entwarnung: Um 9.20 Uhr galt das Feuer offiziell als gelöscht.

Das besagte Gebiet war sehr hügelig und manche Stellen nur zur Fuß zu erreichen. In diesem unzugänglichen Areal waren an jenem Freitag, dem 3. August, als kurz vor 15 Uhr Alarm ausgelöst worden war, sowie das ganze Wochenende über, rund 150 Feuerwehrleute aus 15 Stützpunkten des Corps grand-ducal d'incendie et de secours (CGDIS) im Einsatz.

Es war nach dem Großbrand in Esch/Alzette am 2. Juli das zweite umfangreichere Feuer, bei dem Feuerwehrleute und Rettungshelfer in ihrer neuen Organisation gefordert waren. Die Reform des Rettungswesens – und mit ihr die Zusammenlegung von Zivilschutz, freiwilligen Korps und Berufsfeuerwehr – war erst am 1. Juli in Kraft getreten.


Da Brandnester sich durch Trockenheit und Wind erneut entzünden 
könnten, waren während des gesamten Wochenendes Feuerwehrkräfte vor Ort, um schnellstmöglich reagieren zu können.
Nach Waldbrand im Norden des Landes: Reform greift
Beim Einsatz zwischen Schlindermanderscheid und Consthum soll sich am Wochenende die neue Führungsstruktur des großherzoglichen Feuerwehr- und Rettungsdienstes bewährt haben.

Nach dem Großbrand bei Schlindermanderscheid hatten die CGDIS-Veranwortlichen denn auch eine positive Bilanz gezogen. Sprecher Cédric Gantzer hatte gegenüber dem "Luxemburger Wort" zufrieden festgestellt, dass die neue Führungsstrukturen gegriffen und den Feuerwehrleuten die Arbeit erleichtert haben.


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