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Brandstifter von Esch/Alzette vor Gericht
Großeinsatz: Knapp 80 Mann waren damals an den Löscharbeiten beteiligt.

Brandstifter von Esch/Alzette vor Gericht

Foto: Gerry Huberty
Großeinsatz: Knapp 80 Mann waren damals an den Löscharbeiten beteiligt.
Lokales 03.12.2012

Brandstifter von Esch/Alzette vor Gericht

Am 24. Februar vergangenen Jahres hatte ein Großbrand für großen Aufruhr und erheblichen Materialschaden in Esch/Alzette gesorgt. Der mutmaßliche Brandstifter wurde noch am gleichen Abend festgenommen. Ab Dienstag muss er sich deswegen vor Gericht verantworten.

(gs) - Am 24. Februar vergangenen Jahres hatte ein Großbrand für großen Aufruhr und erheblichen Materialschaden in Esch/Alzette gesorgt. Der mutmaßliche Brandstifter wurde noch am gleichen Abend festgenommen. Ab Dienstag muss er sich deswegen vor Gericht verantworten.

Es war einer der größten Brände, mit dem sich eine Luxemburger Feuerwehr in den vergangenen Jahren konfrontiert sah. Gegenüber dem „Luxemburger Wort“ sprach Guy Bernar, Kommandant der Feuerwehr Esch/Alzette, am Tag nach dem Feuer von einem „flammenden Inferno“, dem die Escher Einsatzkräfte sowie ihre Kollegen aus Luxemburg-Stadt, Düdelingen, Monnerich, Sassenheim und Schifflingen am Abend des 24. Februar 2011 gegenüberstanden.

Knapp 80 Mann waren damals an den Löscharbeiten beteiligt. Mehrere Gebäude am „Scholesch-Eck“ standen lichterloh in Flammen. Ursache des Großbrandes war ein Feuer, das ein 61-jähriger Mann in einem Kleidergeschäft in der Rue de l'Alzette gelegt hatte. Augenzeugen hatten berichtet, dass der Täter einen mit Benzin getränkten Lappen anzündete und in das Geschäft warf. Zuvor hatte er bereits andernorts versucht, Feuer zu legen, was allerdings vereitelt werden konnte. Dennoch fanden die Feuerwehrleute nach ihrem schnellen Eintreffen gleich mehrere Brandherde auf einer Länge von knapp 30 Metern vor.

Motiv der Tat weiter unklar

Der Täter war noch am gleichen Abend am Escher Hauptbahnhof festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Was den 61-Jährigen zu seiner Tat veranlasst hat, ist bis dato nicht gewusst. Wie allerdings von der Staatsanwaltschaft Luxemburg zu erfahren war, stand der Mann am Tatabend unter starkem Alkoholeinfluss.

Zur Klärung seines geistigen Zustands wurden indes mehrere psychiatrische Gutachten in Auftrag geben. Mehr über das Motiv und die Hintergründe der Tat soll nun der anstehende Gerichtsprozess zu Tage fördern. Ab Dienstag muss sich der Mann nämlich vor der Kriminalkammer Luxemburg verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen dem 61-Jährigen laut Strafgesetzbuch und aufgrund der besonderen Schwere der Brandstiftung zwischen 15 und 20 Jahre Haft.