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Brand bei Euro-Composites gelöscht
Lokales 5 1 2 Min. 01.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Brand bei Euro-Composites gelöscht

Brand bei Euro-Composites gelöscht

Foto: Simone Conen
Lokales 5 1 2 Min. 01.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Brand bei Euro-Composites gelöscht

Nach einer Explosion hatte sich in der Industriezone Echternach ein größerer Brand entwickelt. Verletzt wurde niemand.

(TJ/vb) - Gegen 12.30 Uhr kam es in Echternach beim Hersteller von Wabenstrukturelementen für den Flugzeugbau, Euro-Composites, zu einer Explosion. In der Folge entwickelte sich in den Fabrikhallen ein größerer Brand. Schwarze Rauchwolken stiegen über dem Industriegelände auf und zogen in östliche Richtung (Deutschland). 

Gegen 15.30 Uhr hatten die Rettungsdienste den Brand eingedämmt. Um 18.30 Uhr meldete der CGDIS dann, dass Feuer gelöscht war, einige Rettungskräfte jedoch zur Kontrolle vor Ort verbleiben würden. 

Die Bilanz: Ein Teil des Hallendachs ist eingestürzt, der gesamte Werksabschnitt ist beschädigt. Die Unternehmensleitung ließ die nachfolgenden Schichten ausfallen, auch die Beschäftigten der Frühschicht müssen am Mittwoch nicht zur Arbeit. „Wir denken aber, dass wir am Mittwochnachmittag die Produktion wenigstens teilweise wieder aufnehmen können“, so der Sprecher.    


Sûre
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Nach dem Brand auf einem Industriegelände in Echternach leidet die Wasserqualität in der Sauer. Die Behörden leiten Notfallmaßnahmen ein.

Wie das Ministerium für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung sowie das  Wasserwirtschaftsamt am späten Dienstagnachmittag per Kommuniqué mitteilten, kam es wegen des Großbrandes jedoch auch zu einer starken Verschmutzung der Sauer: Das Löschwasser, der Löschschaum sowie Lösungsmittel und Phenolharz flossen in den Fluss. Die deutschen Behörden seien bereits in Kenntnis gesetzt worden, heißt es weiter im Pressebericht. 

CGDIS leistet Großeinsatz

Wie die Zentrale der Rettungsdienste am späten Nachmittag mitteilte, seien die Rettungskräfte mit einem Großfeuer in einer 2000 Quadratmeter großen Lagerhalle konfrontiert gewesen. Rund 100 Feuerwehrleute waren zeitweilig im Einsatz.

Der Einsatzleiter habe gegen 15.30 Uhr eine erste Entwarnung gegeben, als man den Brand unter Kontrolle hatte. Die endgültigen Löscharbeiten können sich aber noch über einige Stunden ziehen. Neben den Feuerwehrkräften hatte man ebenfalls eine Spezialeinheit für chemische Belastungen und Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes an den Brandort bestellt, um die Rauchgase und die abfließenden Löschwasser zu analysieren. Zudem war eine Drohne im Einsatz.

Ein Teil der Industriezone wurde evakuiert.

Nach Auskunft von Firmensprecher Horst Willkomm wurde niemand verletzt. "Kurz nach dem Vorfall haben wir die Beschäftigten auf dem Parkplatz versammelt und durchgezählt. Es waren alle Mitarbeiter vollzählig anwesend", sagte Firmensprecher Willkomm. Zum Zeitpunkt der Explosion arbeiteten 200 Menschen auf dem Gelände, keiner der Angestellten wird vermisst. Auch die beteiligten Fremdfirmen meldeten keine Vermissten.

In der betroffenen Halle werden Phenolharze gelagert, die immer noch in Brand stehen.

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Die Feuerwehr war mit einer Drehleiter im Einsatz, um die Flammen von oben zu bekämpfen.

GouvAlert-Alarm

Via GouvAlert wurde die Bevölkerung gebeten, die Zufahrtswege zur Industriezone freizulassen und vorsichtshalber Fenster und Türen geschlossen zu halten.  Bereits im Jahr 2015 war es bei der Firma zu einem Brand gekommen. Im Rahmen der Produktionsprozesse wird Öl auf über 600 Grad erhitzt, was eine gewisse Brandgefahr mit sich bringt. Über die Ursache des aktuellen Zwischenfalles ist allerdings bislang nichts bekannt.

Euro-Composites hat seinen Produktionsstandort in der Industriezone oberhalb von Echternach. Die Firma hat sich auf Leichtbaustrukturen spezialisiert und beschäftigt am Produktionsstandort oberhalb der Abteistadt rund 850 Menschen. Die Bauteile für den Flugzeugbau haben im Innern eine Papier-ähnliche  Wabenstruktur, die mit Kunstharz imprägniert wird, wodurch sie eine enorme Festigkeit bei sehr wenig Gewicht erreichen.  

Ein Facebook-Video zeigt die Rauchwolken:



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