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Braderie: Sommerware zu Niedrigstpreisen
Lokales 28 02.09.2019

Braderie: Sommerware zu Niedrigstpreisen

Schuhe hat Frau bekanntlich nie genug im Schrank: Mithin ein Grund, bei der Braderie zuzuschlagen.

Braderie: Sommerware zu Niedrigstpreisen

Schuhe hat Frau bekanntlich nie genug im Schrank: Mithin ein Grund, bei der Braderie zuzuschlagen.
Foto: Chris Karaba
Lokales 28 02.09.2019

Braderie: Sommerware zu Niedrigstpreisen

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Der traditionelle Straßenverkauf lockt unzählige Schnäppchenjäger in die Hauptstadt. Zum 90. Geburtstag gibt es nicht nur Torte.

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Diese Maxime gilt auch bei der Braderie, die am Montag ihren 90. Geburtstag feiert. Die Geschäftsleute erwarteten ab 8 Uhr die Besucher in ihren Läden respektive hinter Verkaufsständen in den Haupteinkaufsstraßen in Luxemburg-Stadt. Dabei gibt es satte Rabatte von bis zu 70 Prozent auf der Sommerware, immerhin 10 Prozent auf der Herbst-/Winterkollektion.

Motto: 1920er Jahre

Das 90. Wiegenfest - die erste Braderie in der Hauptstadt fand 1929 statt - steht unter anderem mit der Gazette de la Braderie, Musik aus jener Zeit und Geschicklichkeitsspielen aus Holz ganz im Zeichen der 1920er Jahre. Nicht zuletzt gab es einen Geburtstagskuchen. Gefallen haben dürfte auch die Geste des Betreibers des Parking Royal Hamilius in der Oberstadt: Die ersten 250 Kunden mussten ihr Ticket nicht begleichen. 

Im Laufe des Tages füllten sich die Hauptgeschäftsstraßen immer mehr mit potenziellen Kunden, wie unsere Bildergalerie zeigt.

Im Bahnhofsviertel stehen speziell für die Braderie die Arbeitsmaschinen auf der Tram-Baustelle still. In der Avenue de la Liberté ist gar ein roter Teppich vom Spuerkeess-Gebäude  bis zur Rue Origer ausgerollt worden.  

Sorgen trotz guter Geschäfte

Freude herrscht dennoch nicht bei allen Geschäftsleuten in der Avenue de la Liberté. Auch wenn der Braderietag gut läuft, machen sie sich weiterhin Sorgen um ihre Existenz. "Wegen der Baustelle meiden die Kunden das Bahnhofsviertel", meint eine Geschäftsfrau, die nicht genannt werden will. Wegen der Einbußen hat sie einen Antrag auf Entschädigung bei Luxtram gestellt. 

"Wir freuen uns auf die Tram. Es muss aber auch für die Geschäftsleute und die Kunden passen. Uns bleibt nur, das Beste aus der Situation zu machen." 

Nathalie Aach will 2020 wieder an der Braderie teilnehmen.
Nathalie Aach will 2020 wieder an der Braderie teilnehmen.
Foto: Chris Karaba

Nathalie Aach: "Nicht meine letzte Braderie"

Mit einer Überraschung wartete indes Nathalie Aach, Betreiberin des Traditionshauses Tapis Hertz in der Groussgaass, auf. "Dies ist nicht meine letzte Braderie in Luxemburg-Stadt", betonte die resolute Geschäftsfrau.  

"Ich werde auf jeden Fall einen Antrag stellen, um kommendes Jahr einen Verkaufsstand zu betreiben." 

Und: "Womöglich werde ich in Zukunft wieder einen Laden in der Hauptstadt betreiben. Ich bin jemand, der nach vorne schaut." 


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