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Braderie mit Abstand und Maske
Lokales 3 Min. 27.08.2020

Braderie mit Abstand und Maske

Für alle Besucher gilt in diesem Jahr die Maskenpflicht. Ein Bild wie dieses aus dem Vorjahr wird es mit Sicherheit nicht geben.

Braderie mit Abstand und Maske

Für alle Besucher gilt in diesem Jahr die Maskenpflicht. Ein Bild wie dieses aus dem Vorjahr wird es mit Sicherheit nicht geben.
Foto: Chris Karaba
Lokales 3 Min. 27.08.2020

Braderie mit Abstand und Maske

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Bis zu 120.000 Besucher lockt die Braderie alljährlich in die Hauptstadt. Ob die Kunden auch in Corona-Zeiten dem Aufruf zur Schnäppchenjagd folgen, bleibt abzuwarten.

„Eine spezielle Braderie in speziellem Format“: So bezeichnete Erster Schöffe Serge Wilmes bei der Präsentation am Donnerstag das traditionelle Verkaufsevent, das am Montag in der Oberstadt und im Bahnhofsviertel von 9 Uhr bis 19 Uhr über die Bühne geht.


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Socken, Schuhe, Schirme: Die Geschichte der Braderie
Am 2. September 1929 feiert der Straßenverkauf in Luxemburg-Stadt Premiere. Heute ist die Braderie eine Tradition. 2020 findet das Event wegen Corona voraussichtlich in leicht abgeänderter Form statt. Ein sentimentaler Rückblick in Bildern.

Speziell, weil wegen der coronabedingten Vorschriften nur die Hälfte der Verkaufsstände in den Straßen aufgestellt werden - insgesamt 217 - und nur die lokalen Geschäftsleute teilnehmen dürfen. 

Externe Händler, Vereinigungen und politische Parteien bleiben außen vor. 

Für das Verkaufspersonal und die Besucher gilt die Maskenpflicht. Die Einhaltung der Hygienebestimmungen wird kontrolliert.       

Braderie-Preise schon am Wochenende

Neu ist, dass die Geschäfte bereits am Samstag und Sonntag ihre Waren zu herabgesetzten Preisen verkaufen können. 


Lokales, Braderie 2019, Luxembourg Ville, Chris Karaba/Luxemburger Wort
Braderie am 31. August: Schnäppchen in der Hauptstadt
Die traditionelle Braderie in Luxemburg-Stadt findet statt, jedoch unter strengen Auflagen.

Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, werden am Montag keine Essstände zwischen den Verkaufsständen erlaubt. 

Aus diesem Grund organisiert die Stadt zentrale „Food-villages“ auf dem Knuedler und in der Rue Origer im Viertel Gare

Nicht zu vergessen die 140 Cafés und Restaurants in der Oberstadt und im Bahnhofsviertel.

Das Highlight des Jahres

Guill Kaempff, Präsident des hauptstädtischen Geschäftsverbandes (UCVL), ist sich der besonderen Situation bewusst. Die Braderie, die Hauptattraktion des Jahres, soll die Kunden wieder in die Geschäfte locken. Ob es 100.000 bis 120.000 - diese Zahl wurde in sehr guten Jahren erreicht - sein werden, stehe allerdings in den Sternen.


Der Kunde ist König: Im Traditionshaus Jager in Ettelbrück zeigt sich Inhaber Marc Jager (r.) zufrieden mit dem erzielten Umsatz.
Nach dem Lockdown: Durchwachsene Bilanz im Einzelhandel
Einige Läden sind beliebt wie nie, andere bleiben leer – Geschäfte in kleineren Ortschaften stehen besser da.

Fakt sei, so UCVL-Vize-Präsidentin Mireille Rahmé-Bley, dass die einheimischen Kunden nach dem Lockdown die lokale Geschäftswelt wiederentdeckt haben, insbesondere die kleinen Läden. 

Der Einzelhandel werde auch über die Online-Verkaufsplattformen unterstützt. 

Quartier Gare: Licht am Ende des Tunnels

Was die Situation der Geschäfte im Bahnhofsviertel - die nicht nur unter den Auswirkungen der Corona-Krise, sondern auch der Tram-Baustelle leiden - angeht, sehe man „Licht am Ende des Tunnels“, so Guill Kaempff.  Seines Wissens nach hätte noch kein Laden seine Türen geschlossen.

Auch wenn die Geschäftswelt durch diese Baustelle eine schwierige Zeit durchmache, so habe die Covid-19-Krise insofern eine positive Seite, als sie den Händlern finanzielle Hilfe durch die Kurzarbeit des Verkaufspersonals beschere, sagt Schöffe Patrick Goldschmidt.

Wichtig bleibe es, die lokalen Geschäfte weiterhin zu unterstützen. Wenn die Tram im Dezember bis zum Hauptbahnhof fahre, werde sich die Situation vor Ort verbessern. 





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