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Bommeleeër: „Steil fuhr den weißen Audi“
Lokales 23.01.2014 Aus unserem online-Archiv

Bommeleeër: „Steil fuhr den weißen Audi“

Jos Steil (m.) bei einer Schießübung mit der BMG.

Bommeleeër: „Steil fuhr den weißen Audi“

Jos Steil (m.) bei einer Schießübung mit der BMG.
Lokales 23.01.2014 Aus unserem online-Archiv

Bommeleeër: „Steil fuhr den weißen Audi“

Eine sprichwörtliche Bombe ließen am Donnerstagnachmittag die Zeugen Pierre Medinger und Lucien Scholtes im Bommeleeër-Prozess platzen.

(str) - Eine sprichwörtliche Bombe ließen am Donnerstagnachmittag die Zeugen Pierre Medinger und Lucien Scholtes platzen.

Medinger erzählte zunächst, wie er als junger Gendarm den Anschlag am Gipfeltreffen miterlebt hatte. Als es knallte, habe er vor dem Hochhaus gestanden. Er habe noch weißen Rauch gesehen und einen Wagen gehört, der „mat Karacho“ beschleunigt wurde. Er habe nur das Fahrzeugdach hinter den Leitplanken gesehen. Kollegen hätten aber gleich von einem weißen Audi 100 gesprochen.

Zwei Motorradpolizisten hätten sofort die Verfolgung aufgenommen. Über Funk sei wenige Minuten später die Meldung gekommen, dass der Wagen in Senningerberg gestoppt wurde. Da es sich dabei um einen zivilen Wagen der Gendarmerie handelte, sei man davon ausgegangen, dass man das falsche Auto verfolgt habe. Vor gut einem Jahr habe sein ehemaliger Vorgesetzter, Lucien Scholtes, ihm dann erzählt, dass Jos Steil der Fahrer des Wagens gewesen sei.

Scholtes bestätigte das in der Sitzung. So habe man das damals unter Sicherheitskräften erzählt. Über eine zweite Person im Wagen sei nicht geredet worden. Medinger hatte aber noch einen zweiten Knüller auf Lager: Beim Anschlag auf den Justizpalast habe man die Attentäter um ein Haar erwischt. Das habe ihm der damalige GOR-Beamte Marc Brausch erzählt.

GOR-Leute seien vor dem Attentat in unmittelbarer Nähe des Gerichts auf der Pirsch gewesen. Dann, 30 Minuten vor der Explosion, seien sie via Funk zu einer anderen Mission beordert worden. Der Befehl, so Medinger, sei von ganz oben gekommen.