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Bommeleeër: Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund für Kassation
Lokales 10.05.2012 Aus unserem online-Archiv

Bommeleeër: Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund für Kassation

Laut Staatsanwaltschaft hätten die Beschuldigten keinen Anspruch auf Kassation, was die Verteidiger Me Gaston Vogel und Me Lydie Lorang nicht nachvollziehen können.

Bommeleeër: Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund für Kassation

Laut Staatsanwaltschaft hätten die Beschuldigten keinen Anspruch auf Kassation, was die Verteidiger Me Gaston Vogel und Me Lydie Lorang nicht nachvollziehen können.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 10.05.2012 Aus unserem online-Archiv

Bommeleeër: Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund für Kassation

Im Kassationsverfahren um den sogenannten Bommeleeër-Prozess wurde am Donnerstagmorgen noch kein Urteil gesprochen. Während die Staatsanwaltschaft bereits im Vorfeld der Sitzung ein Memorandum eingereicht hatte, kamen die Rechtsbeistände der beiden Beschuldigten zu Wort.

(str/ham) - Im Kassationsverfahren um den sogenannten Bommeleeër-Prozess wurde am Donnerstagmorgen noch kein Urteil gesprochen. Während die Staatsanwaltschaft bereits im Vorfeld der Sitzung ein Memorandum eingereicht hatte, kamen am Morgen die Rechtsbeistände der beiden Beschuldigten zu Wort. Letztere hatten einen Antrag auf Kassation gestellt, nachdem die Ratskammer des Appellationshofes grünes Licht für einen Prozess gegeben hatte.

In ihrem Memorandum argumentiert die Staatsanwaltschaft, dass die Beschuldigten Marc Scheer und Jos Wilmes keinen Anspruch auf Kassation hätten, da sie keine Prozedurfehler geltend machen könnten. Ein Argument, das Me Gaston Vogel und Me Lydie Lorang nicht nachvollziehen konnten.

Die Entscheidung der Ratskammer verletze sämtliche Prinzipien des Rechts auf Verteidigung, so Me Gaston Vogel im Namen seines Mandanten, Marc Scheer. Behindert werde die Verteidigung durch den Umstand, dass vermeintliche Beweise verschwunden und die Ermittlungen regelmäßig behindert, wenn nicht sogar sabotiert worden seien.

Keine handfesten Beweise

„Vor diesem Hintergrund wird das neue Gesetz bezüglich der Justizbehinderung noch eine wichtige Rolle spielen. Dieses werden wir etlichen Personen noch wärmstens ans Herz legen, sollte es zu der Hauptverhandlung kommen“, so Me Vogel.

Me Lydie Lorang ging noch einen Schritt weiter und plädierte, dass das Dossier der Anklage keine handfesten Beweise gegen die beiden Beschuldigten enthalte. „Jeder, der die Anklageschrift durchliest, sieht, dass sie keine substantiellen Elemente gegen die Angeklagten enthält“, so der Rechtsbeistand von Jos Wilmes gegenüber wort.lu.

Das Urteil wird am 28. Juni veröffentlicht.


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