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Bommeleeër: Ominöse Dokumente
Lokales 15.05.2013 Aus unserem online-Archiv

Bommeleeër: Ominöse Dokumente

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Lokales 15.05.2013 Aus unserem online-Archiv

Bommeleeër: Ominöse Dokumente

Wie bereits am Montag zu erfahren war, haben die Ermittler nach Durchsicht der sieben von Srel-Chef Patrick Heck freigegebenen Ordner keinen Ansatz gefunden, der die Tätigkeiten von Stay Behind mit den Bombenattentaten in Luxemburg in Verbindung bringt.

(ham) - Wie bereits am Montag zu erfahren war, haben die Ermittler nach Durchsicht der sieben von Srel-Chef Patrick Heck freigegebenen Ordner keinen Ansatz gefunden, der die Tätigkeiten von Stay Behind mit den Bombenattentaten in Luxemburg in Verbindung bringt. Eine Einschätzung, die von der Verteidigung nicht geteilt wurde.

Informationen des LW zufolge befinden sich in den Ordnern u.a. Presseartikel, aber auch Dokumente zu Stay-Behind-Übungen. In diesem Zusammenhang hatte RTL ein Dokument veröffentlicht, in dem zwei Agenten des Geheimdiensts, die für die Stay-Behind-Truppe verantwortlich waren, von einer Weiterbildung in England berichteten, bei der auch Grundkenntnisse in Sprengstoffkunde vermittelt wurden. Bauweisen und Zündmechanismen der Luxemburger Sprengsätze seien in den Dokumenten aber nicht vorge- kommen.

Verstoß gegen Geheimdienstgesetz?

Eine Aussage ging am Montag aber etwas unter: Richterin Sylvie Conter wies darauf hin, dass die Verteidigung bereits vor Wochen im Besitz von Dokumenten war, die erst vor wenigen Tagen von Srel-Chef Heck deklassifiziert und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet wurden. Me Vogel und Me Lorang hatten die entsprechenden Dokumente damals bereits dem Gericht vorgelegt. Laut Richterin Conter mit einem Unterschied: Auf dem eingereichten Dokument fehle der Verweis „déclassifié“. In anderen Worten: Die Verteidigung habe geheime Dokumente, die sie laut Geheimdienstgesetz gar nicht besitzen dürfe. Die Richterin schloss nicht aus, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen dieses Gesetz einleiten könnte.

Was nun die Resultate von Kramers DNA-Analyse angeht, so wurde tatsächlich ein übereinstimmendes Allel gefunden. Kramers Probe wurde mit den Spuren auf den Erpresserbriefen verglichen, um nachzuprüfen, ob sein Vater tatsächlich die Erpresserbriefe verfasst hatte. Ein übereinstimmendes Allel reiche aber nicht als Beweis, so ein Experte gegenüber dem LW. Theoretisch könnte das lediglich bedeuten, dass der Verfasser z.B. die gleiche Haar- oder Augenfarbe hatte wie Kramer. Juristisch gesehen, wird dann eine Übereinstimmung „nicht ausgeschlossen“. Bestätigt werde sie damit aber auch nicht, so der Experte.


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