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Blutspenden: Zahlreiche Personen folgen Aufruf
Lokales 2 Min. 26.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Blutspenden: Zahlreiche Personen folgen Aufruf

Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Covid-19 seine Erreger über das Blut übertragen kann. Blutspenden sind somit sicher.

Blutspenden: Zahlreiche Personen folgen Aufruf

Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Covid-19 seine Erreger über das Blut übertragen kann. Blutspenden sind somit sicher.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 26.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Blutspenden: Zahlreiche Personen folgen Aufruf

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Bereits am vergangenen Freitag lancierte das Rote Kreuz einen Spendenaufruf. Denn auch in Zeiten des Corona-Virus sind Blutspenden für manche Menschen Lebenswichtig.

Besonders zur Erkältungs- und Grippezeit werben Blutbanken jedes Jahr um Spender. Denn die begrenzten Reserven werden zu dieser Zeit immer knapper. In einer Krisensituation wie der Covid-19-Pandemie stehen sie aber vor neuen Herausforderungen: Nicht nur die kranken Spender drohen auszufallen, sondern auch gesunde – aus Angst vor einer Infektion. Dabei wird das Blut dringend gebraucht – ist sogar überlebenswichtig. Trotz Pandemie können nicht alle Operationen verschoben werden und auch für bestimmte Behandlungen bleiben Blutkonserven unabdinglich. Bereits vergangene Woche hatte das Luxemburger Rote Kreuz deshalb einen Spendenaufruf lanciert.


Eine Spende kann bis zu drei Menschen helfen.
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Dieser war ein voller Erfolg. Noch am selben Tag spendeten 130 Personen ihr Blut, in dieser Woche suchten täglich zwischen 80 und 100 Personen die Zentren auf.  Zudem haben bis Donnerstag mehr als 1.200 Personen sich für einen Termin für eine Erstspende angemeldet – was fast dem Jahresdurchschnitt der neuen Einschreibungen entspricht. „Mit diesen Anstrengungen konnten die Reserven wieder aufgefüllt werden. Es ist aber wichtig, dass die Spender regelmäßig kommen“, wie der Sprecher des Roten Kreuzes, Vincent Ruck, betont. Die Haltbarkeit von Blutspenden ist nämlich zeitlich begrenzt.

Um ein Infektionsrisiko mit dem Corona-Virus in den Lokalen zu senken, wurden in den Spendezentren Vorkehrungen getroffen, so Vincent Ruck. So müssen sich das Personal und die Blutspender an strengere Regeln halten. Bereits am Eingang der Blutspendezentren müssen sich alle Personen die Hände desinfizieren – auch ihre Temperatur wird gemessen. 

Das Personal trägt indes Masken und es wird dafür Sorge getragen, dass zwischen den Blutspendern immer ein Sicherheitsabstand eingehalten wird. Auch gelten zusätzliche Einschränkungen für die Spender. So dürfen Personen, die vor Kurzem in Norditalien waren, zurzeit kein Blut spenden – dort liege nämlich zurzeit der Höhepunkt der Pandemie, so Ruck. Andere Gebiete und Länder seien auch betroffen, allerdings herrsche überall ein ähnliches Risiko. 

  Blut nicht ansteckend   

Die Maßnahme gelte aber vor allem dem Schutz der Spender und des Personals – und nicht den Empfängern. Denn für sie besteht in diesem Zusammenhang keine Gefahr. Es gibt keine wissenschaftlichen Anhaltspunkte dafür, dass eine Lungenkrankheit wie Covid-19 ihre Erreger über das Blut überträgt. Den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge erfolgt eine Ansteckung mit dem Corona-Virus über Atemtröpfchen, also über Husten oder Niesen. 


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Wer sich gesund und fit fühlt, kann also auch Blut spenden. Es gelten somit eigentlich nur die sonst auch üblichen internationalen Ausschlusskriterien wie verschiedene Krankheiten, ein zu geringes Körpergewicht oder rezente Reisen in Tropengebiete. Ein Mann kann alle drei, eine Frau alle vier Monate Blut spenden. Mehr Informationen sind unter der Telefonnummer  2755-4000 oder im Internet verfügbar. 

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