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Blaualgen bei der Rommwiss: Badeverbot
Lokales 27.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Blaualgen bei der Rommwiss: Badeverbot

Bei der Rommwiss gilt derzeit Badeverbot.

Blaualgen bei der Rommwiss: Badeverbot

Bei der Rommwiss gilt derzeit Badeverbot.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 27.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Blaualgen bei der Rommwiss: Badeverbot

Im Stausee haben sich erneut Blaualgen gebildet. Am Strand Rommwiss gilt daher ein Badeverbot.

(SH) - Der nationale Wetterdienst meldet für die kommenden Tage Temperaturen über 30 Grad Celsius. Wer am Obersauerstausee eine Abkühlung sucht, sollte das Baden auf Höhe der Rommwiss aber vermeiden. Denn wie das Umweltministerium am Dienstag mitteilte, wurde dort eine hohe Konzentration an Blaualgen, auch noch Cyanobakterien genannt, nachgewiesen.


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Im August warnte das Wasserwirtschaftsamt vor Blaualgen in einigen Bereichen der Mosel sowie am Strand "Rommwiss" in der Nähe von Baschleiden. Doch was ist der Grund für ihr Entstehen? Und warum können Fische aus der Mosel verzehrt werden, aber jene aus dem Stausee nicht?

Einer Analyse des Centre de recherche public LIST zufolge, soll es sich bei den gefundenen Cyanobakterien unter anderem um die Arten Microcystis, Anabaena und Aphanizomenon handeln. Diese können Giftstoffe produzieren und können somit für Mensch und Tier gefährlich werden. 

Deshalb gilt ab sofort am Strand Rommwiss, nahe von Baschleiden in der Gemeinde Bauschleiden, ein Badeverbot. Auch dürfen derzeit dort keine Wassersportaktivitäten - inklusive Tauchen und Fischen - ausgeführt werden. 

Das Wasserwirtschaftsamt rät zudem, keine Hunde und sonstige Haustiere Wasser aus dem Stausee trinken zu lassen und keine Fische aus dem Gewässer zu verzehren.

Wer nach dem Baden gesundheitliche Beschwerden empfindet, sollte sich an seinen Hausarzt wenden und ihm sagen, dass er eventuell mit Blaualgen in Kontakt gekommen ist.

Trinkwasser genießbar

Das Badeverbot gilt nur für den Bereich in der Nähe der Rommwiss. Wie das Umweltministerium mitteilt, entwickeln sich in diesem Bereich besonders schnell Blaualgen. Dies hat mit der geografischen Lage zu tun und damit, dass der Strand windgeschützt ist, das Wasser hier nicht sehr tief ist und sich besonders viele Nährstoffe im Boden befinden. 

Bereits im Vorjahr herrschte am Stausee wegen Blaualgen ein Badeverbot.
Bereits im Vorjahr herrschte am Stausee wegen Blaualgen ein Badeverbot.
Foto: Armand Wagner

An den anderen Stränden des Obersauerstausees, am See in Weiswampach sowie an den Baggerweihern in Remerschen bleibt das Baden weiterhin erlaubt. 

Die Blaualgen haben zudem keinen Einfluss auf das Trinkwasser der SEBES. Dieses wird aus einer Tiefe entnommen, in der sich nur sehr wenige Cyanobakterien befinden. Zudem wird das Wasser gefiltert, wobei ihm die Giftstoffe entnommen werden.


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