Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Blaualgen am Stausee festgestellt
Lokales 24.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Blaualgen am Stausee festgestellt

Nicht alle Strände des Stausees sind betroffen.

Blaualgen am Stausee festgestellt

Nicht alle Strände des Stausees sind betroffen.
Foto: Pierre Matgé/LW-Archiv
Lokales 24.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Blaualgen am Stausee festgestellt

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Die wegen des Corona-Virus bereits verkürzte Badesaison fällt dadurch am Obersauerstausee aber noch nicht vorzeitig ins Wasser. Nicht alle Strände sind betroffen.

An der Rommwiss am Obersauerstausees sind Cyanobakterien im Wasser festgestellt worden. Aus diesem Grund sind das Baden und andere Wasseraktivitäten ab sofort und bis auf Weiteres an dem Strand in der Nähe von Baschleiden untersagt. Auch Fische aus diesem Teil des Gewässers sollten nicht verzehrt werden.  

Die Bakterien produzieren Giftstoffe, die für Mensch und Tier gefährlich werden können. Dies kann beim Menschen zu Hautausschlag, Durchfall oder Schwindelgefühl führen - auch die Leber kann angegriffen werden.  Für Tiere wie Hunde können sie sogar schnell lebensgefährlich werden. Deshalb sollte man sie auch nicht aus dem Gewässer trinken lassen.

Die wegen des Corona-Virus bereits verkürzte Badesaison fällt allerdings am Obersauerstausee dadurch noch nicht vorzeitig ins Wasser. Die anderen Strände des Gewässers sind nicht von den Blaualgen befallen und deshalb weiterhin eröffnet. Auch die restlichen Badegewässer des Landes, der Baggerweiher in Remerschen und der See in Weiswampach, zurzeit noch frei von Blaualgen. 


Bei exzessiver Entwicklung bilden die Cyanobakterien blaugrüne Algenteppiche.
Warnung vor Blaualgen in der Mosel
Das Gesundheitsministerium warnt am Freitag dringend vor Cyanobakterien in der Mosel. Diese könnten für Mensch und Tier gesundheitsgefährdend sein.

Für die Mosel hatte das Gesundheitsministerium indes aber bereits Ende Juli eine Warnung ausgerufen. Dort wurden die Bakterie an einigen Orten mit verlangsamtem Flusslauf festgestellt. 

Kein Risiko für Trinkwasser

Der Obersauerstausee ist nicht nur ein Badegewässer, sondern gehört gleichzeitig zu den wichtigsten Trinkwasserressourcen des Landes. Die Blaualgen stellen in diesem Zusammenhang aber kein Risiko dar. Das Trinkwasser wird in einer Tiefe von 25 Metern unter der Wasseroberfläche aus dem Stausee entnommen. Ohne Licht sind die Kleinstlebewesen dort nicht überlebensfähig. Zudem wird das Wasser mithilfe einer Aufbereitungsanlage behandelt.

Das Phänomen der Blaualgenplage besteht seit Jahren. Je nach Sonneneinstrahlung, Lufttemperatur und Windverhältnissen ist das Wachstum mehr oder weniger stark ausgeprägt.  Ursachen sind neben hohen Temperaturen und stagnierendem Wasser aber auch ein zu hoher Nährstoffeintrag in den See.  

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Zwar liegt die Wassertemperatur am Stausee derzeit noch bei knapp zehn Grad. Dennoch beginnt am Samstag die Badesaison.
Die Badesaison dauert in Luxemburg vom 1. Mai bis 30. September. Dann darf im Baggerweiher in Remerschen, hier im Bild, gebadet werden.
Badeausflüge stehen an sommerlichen Tagen hoch im Kurs. Um sicher im offenen Gewässer zu schwimmen, sollten aber einige Regeln beachtet werden.
Luxemburgs Badeseen – hier der Baggerweiher in Remerschen – laden zur Abkühlung ein. Wer allerdings im offenen Gewässer schwimmt, tut dies auf eigene Gefahr.
Seit dieser Woche ist das Schwimmen in offenen Gewässern wieder erlaubt. Der Zugang zu den Badeseen ist wegen der Corona-Pandemie jedoch längst nicht überall möglich.
Der Zugang zum Baggerweiher in Remerschen bleibt bis auf weiteres zu.
Im Obersauerstausee sind das Baden und sonstige Wasseraktivitäten ab sofort untersagt. Grund sind Cyanobakterien.
Stausee - Blaualgen - Photo : Pierre Matgé