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Bis zu sieben Jahre Haft gefordert
Lokales 09.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Schmiergeldprozess

Bis zu sieben Jahre Haft gefordert

Im Schmiergeldprozess wurden hohe Haftstrafen beantragt
Schmiergeldprozess

Bis zu sieben Jahre Haft gefordert

Im Schmiergeldprozess wurden hohe Haftstrafen beantragt
Foto: Chris Karaba
Lokales 09.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Schmiergeldprozess

Bis zu sieben Jahre Haft gefordert

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Im Prozess um dubiose Niederlassungsgenehmigungen für portugiesische Handwerkerbetriebe hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag hohe Haftstrafen gefordert.

(SH/str) - Im Prozess um dubiose Niederlassungsgenehmigungen für portugiesische Handwerkerbetriebe hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag hohe Haftstrafen gefordert.

So forderte sie gegen die Hauptangeklagten Joseph L. und José S. jeweils eine siebenjährige Haftstrafe, die jedoch teilweise zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Die beiden Beamten innerhalb des Mittelstandministeriums, Simone B. und Raymond S. müssen mit Gefängnisstrafen von drei Jahren rechnen.

In den Augen der Staatsanwaltschaft haben jedoch auch die Mitarbeiter der Treuhandfirmen gegen das Gesetz verstossen. So forderte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft eine fünfjährige Haftstrafe gegen Jean B., Inhaber einer der Treuhandfirmen, jeweils eine vierjährige Gefängnisstrafe gegen Teresa J. und Adelia S. sowie zwei Jahre gegen Rosa C.

Hinzukommen sollen Geldstrafen. Zudem sollen die rund 400.000 Euro, die die Handwerker für ihre Genehmigungen zahlen mussten, beschlagnahmt werden.

Bis zu 28.000 Euro pro Antrag

Den acht Angeklagten wird vorgeworfen, dazu beigetragen zu haben, dass zwischen 2002 und 2007 rund 200 portugiesischen Handwerkern Niederlassungsgenehmigungen ausgestellt wurden, obwohl diese nicht über die nötigen Ausbildungen verfügten. Joseph L., ehemaliger Staatsbeamter innerhalb des Wirtschaftsministeriums, soll gemeinsam mit José S. dafür gesorgt haben, dass den Antragstellern gefälschte Ausbildungsbescheinigungen ausgestellt wurden. Auch in zwei Treuhandgesellschaften sollen gefälschte Zertifikate ausgestellt worden sein.

Simone B. und Raymond S. sollen die Anträge innerhalb des Mittelstandministerium für die zuständige Kommission vorbereitet haben. Für dieses Vorgehen sollen die Handwerker bis zu 28.000 Euro bezahlt haben.

Das Urteil ergeht am 4. Mai.

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