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Bilder von Überwachungskameras im Netz: "Es waren sehr wahrscheinlich keine Polizei-Kameras"
Lokales 25.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Bilder von Überwachungskameras im Netz: "Es waren sehr wahrscheinlich keine Polizei-Kameras"

Bilder von Überwachungskameras in Luxemburg sollen öffentlich zugänglich im Netz gelandet sein.

Bilder von Überwachungskameras im Netz: "Es waren sehr wahrscheinlich keine Polizei-Kameras"

Bilder von Überwachungskameras in Luxemburg sollen öffentlich zugänglich im Netz gelandet sein.
Serge Waldbillig
Lokales 25.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Bilder von Überwachungskameras im Netz: "Es waren sehr wahrscheinlich keine Polizei-Kameras"

Bilder von Überwachungskameras in Luxemburg, darunter jene der Polizei, sollen laut einem Medienbericht wochenlang auf einer russischen Internetseite zu sehen gewesen sein. Die Polizei wehrt sich gegen den Vorwurf. Die Piratenpartei stellt Anzeige gegen unbekannt.

(ks) - Bilder von Überwachungskameras in Luxemburg, darunter jene der Polizei, sollen laut einem Bericht des "Tageblatts" wochenlang auf einer russischen Internetseite zu sehen gewesen sein. Ein Hacker soll sich dabei zunutze gemacht haben, dass die Betreiber das in den Geräten festgelegte Standard-Passwort, zum Beispiel "1234", nach der Installation nicht änderten.

Derzeit sind die Aufnahmen nicht mehr aufrufbar. Auf den Missstand aufmerksam gemacht hatte die Organisation "Freedom Not Fear" in Luxemburg, die gegen staatliche Überwachung kämpft.

"Es gab keinen Hackalarm"

Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei den Cam-Bildern, die auf der russischen Seite gezeigt wurden, nicht um Live-Aufnahmen der sogenannten Visupol-Kameras. Diese Überwachungs-Cams der Polizei sind derzeit in Limpertsberg, am Bahnhofsvorplatz und während Veranstaltungen rund um das Stadion Josy Barthel in Gebrauch. Die Visupol-Kameras am Busbahnhof Aldringer wurden nach Angaben von Daniel Back, Pressesprecher der Polizei, bereits am 15. September aufgrund von Bauarbeiten am Projekt "Royal Hamilius" abgestellt.

"Es hat keinen Hackalarm gegeben. Visupol ist ein geschlossenes System, das nicht über Software von außen ansteuerbar ist. Es waren mit sehr großer Wahrscheinlichkeit keine Polizei-Kameras", erklärte Back gegenüber dem "Luxemburger Wort". "Nun bleibt herauszufinden, um welche Kameras es sich handelte."

Die Piratenpartei hat am Dienstag eine Anzeige gegen unbekannt wegen Verstoßes gegen den Datenschutz bei der Polizei gestellt. Zudem schickte sie einen Fragenkatalog an die nationale Datenschutzkommission CNPD.

Eine interaktive Karte gibt Aufschluss darüber, wo in Luxemburg Video-Überwachung stattfindet.


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