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Bilanz des Meisensterbens
Lokales 17.06.2020

Bilanz des Meisensterbens

Besonders die Blaumeisen waren von der Epidemie betroffen.

Bilanz des Meisensterbens

Besonders die Blaumeisen waren von der Epidemie betroffen.
LW
Lokales 17.06.2020

Bilanz des Meisensterbens

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Das bakteriell bedingte Vogelsterben der letzten Monate hat laut natur&emwelt seinen Höhepunkt überschritten. Hunderte von Blaumeisen dürften dem Erreger zum Opfer gefallen sein.

Die Naturschützer von natur&emwelt haben die Bilanz des Meisensterbens der letzten Monate gezogen: Insgesamt wurden 370 tote und kranke Blaumeisen gemeldet, darunter auch ein kleiner Anteil Kohlmeisen. Das Phänomen der toten Vögel war seit Ende März landesweit beobachtet worden. Die Tiere waren entweder schwer erkrankt oder wurden tot aufgefunden, an anderen Orten fiel die komplette Abwesenheit der Vögel auf. 


Ursache für Blaumeisensterben geklärt
Mehr als 140 tote Tiere wurden in den vergangenen Wochen gemeldet. Schuld ist ein Bakterium, das nur Meisen befällt.

Für die Epidemie ist das Bakterium Suttonella ornithocola verantwortlich. Der Erreger grassierte im Frühjahr auch in den Nachbarländern und sorgt immer wieder für hohe Sterberaten bei den Singvögeln, insbesondere bei den Blaumeisen. Für den Menschen ist der Erreger nicht gefährlich, trotzdem sollten tot aufgefundene Vögel nur mit Handschuhen angefasst werden.

Laut den Beobachtungen und Zählungen von natur&emwelt war die Verbreitung des Erregers landesweit, nach einem Peak Mitte April ging die Zahl der aufgefundenen Tiere dann wieder zurück. Als Vorsichtsmaßnahme gilt es, in betroffenen Regionen das Füttern einzustellen oder aber die Futterstellen regelmäßig zu säubern, um Neuinfektionen zu verhindern.           

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