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Bilanz der Berufsfeuerwehr: Weniger Brandeinsätze
Die Berufsfeuerwehr ist ob ihrer Kompetenz ein gefragter Partner.

Bilanz der Berufsfeuerwehr: Weniger Brandeinsätze

Foto: Marc Wilwert
Die Berufsfeuerwehr ist ob ihrer Kompetenz ein gefragter Partner.
Lokales 2 Min. 04.05.2016

Bilanz der Berufsfeuerwehr: Weniger Brandeinsätze

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Die Präventionsarbeit der hauptstädtischen Berufsfeuerwehr trägt Früchte. Darauf lassen zumindest die Zahlen, die am Mittwoch vorgelegt wurden, schließen.

(rr) - Die Berufsfeuerwehr sei bereit für ihren Einsatz im "Corps grand-ducal d'incendie et de secours" (CGDIS), betonte Bürgermeisterin Lydie Polfer am Mittwoch bei der Präsentation des Aktivitätsberichts 2015. Viele Neuerungen und Verbesserungen hätten ihren Ursprung in diesem professionellen Korps, das exemplarische Arbeit leiste.

Dass die Brandeinsätze in den vergangenen zehn Jahren von 563 auf 456 gesunken sind, obwohl die Bevölkerung der Hauptstadt um zehn Prozent gestiegen ist, zeige, dass die Präventionsarbeit Früchte trage. Die Zahl der Gesamteinsätze ist leicht gestiegen: von 17 188 in 2014 auf 17 249 in 2015.

Weniger Krankentransporte

Was die Krankenwagentransporte betrifft, so sind jene für Notfälle gestiegen, während Krankentransporte abgenommen haben. Dies führt die Stadtbürgermeisterin auf eine Erhöhung der Tarife zurück.

Am meisten Einsätze für die Krankenwagen gab es im vergangenen Jahr im Bahnhofsviertel (1 630), gefolgt von Bonneweg (1 410), Kirchberg (1 202), Oberstadt (1 201) und Limpertsberg (916). Außerdem waren die Krankenwagen 4 100 mal in den Nachbargemeinden und auf den Autobahnen im Einsatz.

Zurzeit 36 Männer in der Ausbildung

Die Berufsfeuerwehr zählt heute 195 Mitarbeiter, das Durchschnittsalter liegt bei 35 Jahren. Zu den 189 professionellen Feuerwehrleuten zählen auch 36 Stagiaires, die eine 25-monatige Ausbildung durchlaufen. Zudem bildet die Berufsfeuerwehr derzeit 16 Personen in Brandschutz und Rettungsdienst für die "Administration des services de secours" aus.

Gut ausgebildet und fit müssen die Feuerwehrleute sein.
Gut ausgebildet und fit müssen die Feuerwehrleute sein.
Foto: Guy Jallay

Die Ausbildung, die im Oktober für die 36 Praktikanten begonnen hat, umfasst Theorie (Physik, Chemie, Mechanik, Elektrizität, Radiophonie, usw.) und Praxis (u. a. Feuer löschen, präventive Besichtigung von Gebäuden, Sport, Praktika in Krankenhäusern). Nach erfolgreichen Examina werden sie in die Einsatzmannschaften eingegliedert. 

Eine Reihe von Gegenleistungen

Für die direkte Beteiligung ihrer Berufsfeuerwehr an der Zusammenlegung von Feuerwehr und Zivilschutz hat sich die Stadt Luxemburg eine Reihe von Gegenleistungen ausgehandelt. Um der Sorge Rechnung zu tragen, dass die Berufsfeuerwehr im Zuge der Inbetriebnahme des CGDIS nicht ausblutet, sollen Berufsfeuerwehrleute in den ersten fünf Jahren nicht abgezogen werden ohne die Zustimmung der Hauptstadtverantwortlichen.

Zudem wird gewährleistet, dass die hauptstädtische Kaserne (heute in der Route d'Arlon, ab 2020 am Rond-Point Gluck) rund um die Uhr mit 24 Einsatzkräften besetzt ist. Und im Verwaltungsrat des CGDIS wird die Stadt Luxemburg eines der acht Mitglieder der Gemeinden stellen.

Lifelong Learning gilt auch für Feuerwehrleute

Was die Anwerbung von neuen Feuerwehrleuten anbelangt, so betonte Kommandant Erny Kirsch, dass viel Motivationsarbeit vonnöten sei. Auch wies er darauf hin, dass bis zu zwei Drittel der Kandidaten beim Sporttest durchfallen. Nach den bestandenen Examina und der Eingliederung in das Team gelte es auch bei der Berufsfeuerwehr, sich kontinuierlich weiterzubilden.

   


 


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