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Biereng 21: Gib mir mein Herz zurück
Lokales 2 Min. 05.07.2016

Biereng 21: Gib mir mein Herz zurück

Dennoch sollen die gebastelten Herzen und Plakate demnächst die Lindenallee zieren.

Biereng 21: Gib mir mein Herz zurück

Dennoch sollen die gebastelten Herzen und Plakate demnächst die Lindenallee zieren.
Foto: Lex Kleren
Lokales 2 Min. 05.07.2016

Biereng 21: Gib mir mein Herz zurück

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Die gestohlenen Herzen von "Biereng 21" wurden wiedergefunden. Die Straßenbauverwaltung hatte sie entfernt. Doch auch sie wollte am Montag Herz zeigen.

(na/L.E.) - Um sich gegen das Fällen von 20 Bäumen entlang der N31 zwischen Düdelingen und Bettemburg zu wehren, hatte die Vereinigung "Biereng 21" Herzen gebastelt und sie an Bäume geheftet.

Um diese Baumallee geht es.
Um diese Baumallee geht es.
Foto: Lex Kleren

Doch etwa zehn Tage später waren die Herzen verschwunden. Medienwirksam setzte „Biereng 21“ eine Belohnung aus. In der Zwischenzeit hatte das Nachhaltigkeitsministerium reagiert und erklärt, dass keine 20, sondern sechs bis acht Bäume weichen müssten. Am Montag kam es zu einer Arbeitssitzung zwischen Ministerium und "Biereng 21".

Straßenbauverwaltung hatte Herzen entwendet

Wo sind die Herzen geblieben? Das fragt die Bürgerinitiative auf einer Tafel und setzte eine Belohnung aus.
Wo sind die Herzen geblieben? Das fragt die Bürgerinitiative auf einer Tafel und setzte eine Belohnung aus.
Foto: Raymond Schmit

Dabei stellte sich heraus: Die Straßenbauverwaltung hatte die Herzen von den Bäumen entwendet. Dies mit der Begründung, dass die Initiative nicht die notwendige Genehmigung („autorisation de voirie“) angefragt hatte.

Ministerium hilft bei Genehmigung

„Wir hatten keine Wahl, was das Entfernen der Herzen angeht, da wir uns an die entsprechenden Gesetze halten müssen“, so die Pressesprecherin des zuständigen Ministeriums, Dani Frank, dem LW gegenüber.

Die Herzen können nun in aller Legalität wieder aufgehängt werden.
Die Herzen können nun in aller Legalität wieder aufgehängt werden.
Foto: Lex Kleren

Doch da man auch Herz zeigen und der Bürgerinitiative eine Hand ausstrecken wollte, plante der Minister als Zeichen guten Willens, am Montagabend in Anwesenheit der Presse, die Bürgerinitiative zu überraschen, und ihr nicht nur die Herzen zurückzugeben, sondern gleichzeitig auch noch die benötigte „autorisation de voirie“ zu überreichen, damit „Biereng 21“ in voller Legalität ihre Aktion durchführen könnte.

Skurrile Ansicht zur Pressefreiheit

Mit dem Argument „Wir wollen nicht, dass unsere Aktion für die Kommunikation des Ministers genutzt wird“, schickten die wütenden Aktivisten allerdings am Montag den eigens angereisten Pressefotografen vor der Arbeitssitzung wieder heim, dies gegen das Zutun des Hausherren vor Ort, nämlich des Ministers.

Am späten Abend, ließ die Bürgerinitiative dann allerdings verlauten, man habe den Pressefotografen nicht heimschicken wollen, sondern ihm lediglich verbieten wollen, ein Foto von der Rückgabe der Herzen zu schießen. Mit der Anwesenheit anderer Fotografen, die nicht von der Presse stammten, hatte „Biereng 21“ allerdings offensichtlich kein Problem.

Sie wurden am Montagabend ebenso wenig an der Ausübung ihrer Arbeit gehindert, wie die Pressefotografen vor einigen Wochen, als es darum ging die Bastelaktion und den Protest vor Ort zu zeigen. Da waren die Pressefotografen den Aktivisten gut genug.

Neues Moment im Helper

Neues war außerdem zum Projekt Helper zu erfahren. Dabei handelt es sich um das geplante Viertel in Büringen etwa gegenüber des Staatslaboratorium. „Es könnte sein, dass der westliche Teil des „PAP Helper“, nicht wie angedacht über die N31 an das Straßennetz angeschlossen wird“, freute sich Jean-Jacques Müller von der Bürgerinitiative „Biereng 21“.

Demnach habe das Ministerium den Aktivisten am Abend im Rahmen einer Arbeitssitzung in Kirchberg zugesagt, einige Vorschläge von „Biereng 21“ zu prüfen. „Dies ist ein neues Moment“, so Müller, der die positive Atmosphäre im Laufe der Gespräche hervorhob.


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