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Besitz von Falschgeld führt zu Gerichtsprozess
Lokales 06.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Besitz von Falschgeld führt zu Gerichtsprozess

Das Urteil ergeht am 16. Januar.

Besitz von Falschgeld führt zu Gerichtsprozess

Das Urteil ergeht am 16. Januar.
Foto: Lex Kleren
Lokales 06.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Besitz von Falschgeld führt zu Gerichtsprozess

Ein Mann trägt Falschgeld im Wert von 21.950 Euro bei sich. Nun musste er sich vor Gericht verantworten. Er riskiert 30 Monate Haft.

(SH) - Der Besitz von Falschgeld kann einen Mann nun teuer zu stehen kommen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft forderte gestern nicht nur eine Geldbuße in Höhe von 5.000 Euro gegen einen 39-jährigen Mann, sondern auch eine 30-monatige Haftstrafe. Da der Beschuldigte dem Prozess nicht beiwohnte, hat er seine Chance auf Bewährung verspielt.

Die Polizei war dem Mann im Dezember 2018 nicht etwa auf die Schliche gekommen, weil er versucht hatte, mit dem Falschgeld zu bezahlen, sondern weil er sich Zutritt zu einem Mehrfamilienhaus in Luxemburg-Bonneweg verschafft hatte, ohne dieses zu bewohnen. Die Bewohner hatten daraufhin die Polizei verständigt.

Vor Ort führten die Beamten eine Körperdurchsuchung bei dem Verdächtigen durch und fanden ein Bündel mit 74 falschen Geldscheinen im Gesamtwert von 21.950 Euro. Der Mann gab an, das Geld in einem Mülleimer gefunden zu haben. Zudem erklärte er, dass er einem Bekannten einen Schein gegeben hatte, damit dieser sich Drogen kaufen könne.


Gericht - Prozesser - Photo : Pierre Matgé
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Der Vertreter der Staatsanwaltschaft betonte, dass dem Angeklagten bewusst gewesen sei, dass es sich um Falschgeld handele, er habe es dennoch bei sich getragen und sich somit strafbar gemacht. Auch wenn einige Scheine von schlechter Qualität gewesen seien, so hätten andere durchaus als richtiges Geld durchgehen können. 

Das Urteil ergeht am 16. Januar.

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