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Berufsverbot für sexistischen Anwalt
Lokales 28.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Berufsverbot für sexistischen Anwalt

Berufsverbot für sexistischen Anwalt

Foto: Pierre Matgé
Lokales 28.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Berufsverbot für sexistischen Anwalt

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Die sexistische Beleidigung und Diffamierung einer Gerichtsvollzieherin hat für einen Luxemburger Rechtsanwalt nicht nur strafrechtliche Folgen.

Bereits bevor er am Montag von einem Strafgericht in erster Instanz und in Abwesenheit zu einer Haftstrafe von einem Monat ohne Bewährung sowie einer Geldbuße in Höhe von 2.000 Euro verurteilt wurde, hatte ihn der Barreau de Luxembourg von Liste der im Großherzogtum zugelassenen Anwälte gestrichen. 


Der Angeklagte war nicht zum Prozess erschienen und hatte somit die Möglichkeit einer Bewährungsstrafe verspielt. - Photo : Pierre Matgé
Haftstrafe wegen sexistischer Beleidigungen
Wegen Diffamierung und Beleidigung ist ein Anwalt zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat ohne Bewährung und zu einer Geldbuße in Höhe von 2.000 Euro verurteilt worden.

Die Entscheidung der Anwaltskammer vom 8. Februar begründete auf wiederholten Verfehlungen mit anschließenden Verwarnungen des Betroffenen.

Dass Anwälten die Zulassung vom Barreau entzogen wird, ist indes nicht ungewöhnlich. Generell geschieht dies, wenn Rechtsanwälte die Grundvoraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der Anwaltskammer nicht mehr erfüllen.

Erst vergangene Woche, am 21. Februar, hat der Conseil d'Ordre insgesamt 16 Rechtsanwälten die Zulassung in Luxemburg entzogen.


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