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Beratung für unterwegs: Kleiner Helfer im öffentlichen Transport
Lokales 2 Min. 15.11.2014

Beratung für unterwegs: Kleiner Helfer im öffentlichen Transport

Beratung für unterwegs: Kleiner Helfer im öffentlichen Transport

Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 15.11.2014

Beratung für unterwegs: Kleiner Helfer im öffentlichen Transport

Wer den öffentlichen Transport nicht täglich nutzt, fühlt sich manchmal vielleicht etwas überfordert, um seine Route zu planen. Hilfe bietet die kostenlose Smartphone-App der „Mobilitéits-Zentral“.

(hip) - Menschen, die Bus oder Bahn nicht regelmäßig nutzen und dann doch eines Tages, aus welchen Gründen auch immer, auf sie angewiesen sind, werden sich wohl oder übel fühlen wie ein Tourist in der fremden Stadt. Wo und wann fährt der Zug? Muss ich umsteigen? Welcher Bus bringt mich ans Ziel? Die Antworten auf diese Fragen hat die kostenlose Smartphone-Applikation der „Mobilitéits-Zentral“

Der Verkehrsverbund Luxemburg ist dazu berechtigt, jegliche Fahrpläne der Transportbetreiber wie CFL, AVL, RGTR, TICE und einige gemeindeinterne Dienste, wie zum Beispiel der „Diffbus“ in Differdingen, zu sammeln und mit diesen Daten den Rechner der Mobilitätszentrale zu füttern. Diese Informationen werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert und berücksichtigen auch Faktoren wie beispielsweise die Verkehrsänderungen während der „Schueberfouer“ oder etwa langfristige Baustellen. Auf dem Gebiet der Hauptstadt werden die Zeiten aller AVL-Buslinien in Echtzeit in die mobile Beratung integriert.

Reportage Mobiliteits-App,Handy,App,Mobiliteit. Foto:Gerry Huberty
Reportage Mobiliteits-App,Handy,App,Mobiliteit. Foto:Gerry Huberty
Foto:Gerry Huberty

Erhältlich ist der clevere Helfer für Apparate mit Android-, Symbian-, iOS- oder auch Blackberry- Betriebssystem. Der Ortungsdienst des Telefons muss nicht unbedingt eingeschaltet sein, vereinfacht aber die Eingabe des Start- oder Zielorts. Die Applikation fragt den Benutzer auch, ob sie sämtliche Kontaktdaten benutzen darf. Dies bedeutet nicht, dass der „Verkéiersverbond“ Zugang auf diese Daten erhält, sondern der Benutzer kann eine Adresse ganz einfach und bequem allein mit dem Eintippen des Namens einfügen.

Aufregung vermeiden
und erklären

Störungen oder Umleitungen werden auf dem Computer und dem Mobiltelefon mit Warnsymbolen gekennzeichnet. Die passende Erklärung dazu erhält der Nutzer des öffentlichen Transports durchs Antippen.

Via App sollte man aber darauf hoffen, dass die Netzqualität am befindlichen Standort 3G oder 4G beträgt. Bei Edge (E) dauerte es bei unserem Selbsttest eine gefühlte Ewigkeit, im Zeitdruck sollte man als Nutzer in diesem Moment nicht sein. Auf dem Gebiet der Hauptstadt funktioniert die App ansonsten makellos. Auch spontane Zieländerungen sind binnen Sekunden durchgerechnet und stehen dem Verbraucher mit seinen Alternativrouten zur Verfügung. Da aktuell im ländlichen Busbetrieb und Zugverkehr die Fahrzeiten noch nicht in Echtzeit erhältlich sind, gestaltet sich eine präzise Routenplanung etwas schwieriger. Die angegebene „Reisezeit“ kann sich durch möglichen Stau oder Anschlussschwierigkeiten deutlich verlängern. Bus- und Bahnbenutzer sollten in diesem Fall mehr Zeit einplanen.

Bald Echtzeitüberwachung im Zugverkehr

Zur Verbesserung sind hier andere Mitspieler gefordert. François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, hat eine neue Aufteilung und somit Änderungen in der Organisation in den vergangenen Monaten bereits angekündigt. Auch die CFL arbeitet zurzeit an einer Echtzeiterfassung der Zuglinien. Diese sollen in naher Zukunft in den Routenplaner der „Mobilitéitszentral“ einfließen.