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Belval: Wenn Wissenschaft umzieht

Belval: Wenn Wissenschaft umzieht

Foto: Chris Karaba
Lokales 13 20.02.2015

Belval: Wenn Wissenschaft umzieht

Die ersten Mitarbeiter der Universität Luxemburg sind diese Woche in die neue „Maison des sciences humaines“ eingezogen. Die Stimmung dabei war überwiegend positiv. Aber auch in Belval wird die Uni, zumindest vom Handel, sehnsüchtig erwartet.

(L.E.) - Auch von Kinderkrankheiten, die einem jeden neuen Gebäude eigen sind, lässt sich am Donnerstagmorgen niemand der Universitätsmitarbeiter die gute Laune verderben. Am Montag zuvor hatte der Umzug des „Luxembourg Centre for Educational Testing“ (Lucet) und Teilen des "Institute of Cognitive Science and Assessment" (Cosa) begonnen.

Aber es gibt dann doch auch Sorgen. Die größte dieser Sorgen betrifft den Standort Belval selbst. Nicht jeder kann sich mit dem Gedanken anfreunden, dass sein Weg zur Arbeit, bis in den „tiefen Süden“ des Landes, sich nun deutlich verlängern wird. Zudem sind die Anbindungen des Kirchberg an den öffentlichen Transport mit denen von Belval nicht vergleichbar. Zumindest dann nicht, wenn man, wie eine große Zahl der Mitarbeiter des Lucet und des Cosa, im Norden des Landes oder im deutschen Grenzgebiet wohnt.

„Es sind Lösungen in Aussicht gestellt worden“, erklärt Virginie Laye, die für den Umzug verantwortlich zeichnet. So sei die Universität an die politisch Verantwortlichen herangetreten, um nach Lösungen zu suchen. Mittelfristig könnten neue direkte Busverbindungen entstehen. Auch die geplanten Anpassungen im Zugverkehr, die ein Umsteigen in der Hauptstadt unnötig machen sollen, sorgen für Gespräch auf den Gängen.

Währenddessen sorgt ein Aufsteller für Freude. „Do ass jo de Présentoir“, freut sich Antoine und verschwindet gleich wieder mit dem verloren geglaubten Stück. Für Freude oder zumindest Vorfreude sorgt auch eine Nachricht kulinarischer Natur. Es hat sich herumgesprochen, dass es unweit ein Restaurant mit „Sushi-Train“ geben soll. Verabredungen zum Mittagessen werden getroffen.

Diese Freude über das Vorhandensein von Restaurants dürfte auf Gegenseitigkeit beruhen. Die Präsenz der Universität, ihrer Mitarbeiter und Studenten wird von vielen Geschäftsleuten sehnsüchtig erwartet. Da ist der Umzug der rund 30 Lucet- und Cosa-Mitarbeiter dieser Woche zumindest ein Anfang.

Einen ausführlichen Bericht mit einer Reportage zu den Aufgaben des Lucet und des Cosa, lesen Sie im Luxemburger Wort vom 21. Februar 2015.