Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Belval : Studenten erhalten Aufenthaltsraum
Lokales 2 Min. 28.06.2016

Belval : Studenten erhalten Aufenthaltsraum

Studenten werden über ein eigenes Lokal in Belval verfügen.

Belval : Studenten erhalten Aufenthaltsraum

Studenten werden über ein eigenes Lokal in Belval verfügen.
Foto: Lex Kleren
Lokales 2 Min. 28.06.2016

Belval : Studenten erhalten Aufenthaltsraum

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Studenten werden doch noch eine eigene Bleibe in Belval erhalten. Nicht mehr benötigte Adem-Container werden den Studentenvereinigungen provisorisch zur Verfügung gestellt.

(na) - Viel war in den vergangenen Wochen über ein gewisses Unwohlsein am Campus Belval berichtet worden. Schuld daran ist unter anderem der Fakt, dass Studenten  dort nicht über eigene Räumlichkeiten verfügen.

Studentenorganisationen werden in die früheren Adem-Container einziehen dürfen.
Studentenorganisationen werden in die früheren Adem-Container einziehen dürfen.
Foto: Nicolas Anen

Dies soll sich nun ändern. Die Regierung wird auf Nachfrage der Universität nicht mehr benötigte Adem-Container den Studentenvereinigungen zur Verfügung stellen. Dies geht aus der Antwort von Nachhaltigkeitsminister François Bausch  und vom delegierten Minister für Hochschule und Forschung Marc Hansen auf eine parlamentarische Frage von Marc Baum (Déi Lénk) hervor.

"Maison des Etudiants" eröffnet 2017

Die "Maison des Arts et des Etudiants" soll Mitte 2017 eröffnen. Und Studenten einen Platz bieten.
Die "Maison des Arts et des Etudiants" soll Mitte 2017 eröffnen. Und Studenten einen Platz bieten.
Foto: Claude Piscitelli

Dabei handele es sich um eine provisorische Lösung. Denn Mitte 2017 soll die "Maison des Arts et des Etudiants" eröffnen. Diese befindet sich direkt hinter dem Hauptunigebäude.

In diesem Gebäude sind Flächen für Studenten und deren Vereinigungen vorgesehen, versichern Bausch und Hansen. Diese werden von der Universität selber verwaltet. Auch sei das initiale Projekt, auf Nachfrage von der Universität bereits mehrfach angepasst worden.

Es bleibt aber dabei, dass auch das "Maison des Arts et Etudiants" von Externen benutzt werden darf. Dies hatte zuletzt auch die Diskussionen um das Hauptunigebäude, das "Maison du Savoir", angeheizt.

"Adäquate Autonomie"

Das Maison des Arts befindet sich zwischen dem Unirestaurant und dem"Maison du Savoir".
Das Maison des Arts befindet sich zwischen dem Unirestaurant und dem"Maison du Savoir".
Foto: Claude Piscitelli

In diesem Zusammenhang unterstreichen Bausch und Hansen, dass Nutzer der Gebäude, ob Universität oder Externe, über eine "adäquate Autonomie" verfügen. Sie räumen aber auch ein, dass, angesichts der ersten Erfahrungen, hier Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.

Nur zu 20 Prozent ausgelastet

Was die Reservierungen von Sälen anbelangt, sei evident, dass die Universität Priorität genieße. Allerdings muss die Universität Säle und Hörsäle bereits neun Monate vor Semesterbeginn anfragen.

Langfristig sollen um die 7000 Studenten den Campus besuchen. Im ersten Unijahr in Belval seien es aber nur 2100 gewesen. So dass die "Maison du Savoir" während der ersten beiden Semester lediglich zu 20 Prozent ausgelastet war. 

Fünf Veranstaltungen von Privatfirmen in sechs Monaten

Während den sechs ersten Monate 2016 seien 33 externe Veranstaltungen von öffentlichen Einrichtungen und fünf Veranstaltungen von Privatfirmen vom Fonds Belval in dem "Maison du Savoir" organisiert worden. 

Dazu muss man 28 Veranstaltungen rechnen, die von anderen Akteuren in Belval organisiert wurden, wie Forschungszentren oder Institute. Dies stelle eine Ratio von weniger als 2 Prozent der Gesamtkapazitäten dar, so Bausch und Hansen.

Angesichts der "kleinen Zahl an externen Veranstaltungen" und der Vielzahl an Sälen der "Maison du Savoir " (81), schließen François Bausch und Marc Hansen, dass es kein Organisationskonflikt gebe.

Demnach gebe es keinen Grund, die Gebäude externen Akteuren nicht zur Verfügung zu stellen. Im Gegenteil, es sei besser die Säle zu nutzen, als sie leer stehen zu lassen.

Wirtschaftliche Interessen haben nicht Vorrang

Mit steigender Studentenzahl dürfte sich das Leben am Campus Belval weiter entwickeln.
Mit steigender Studentenzahl dürfte sich das Leben am Campus Belval weiter entwickeln.
Foto: Lex Kleren

"Der Vorwurf, dass wirtschaftliche Interessen Vorrang hätten, ist angesichts der kleinen Anzahl an privaten Veranstaltungen nicht haltbar", so Bausch und Hansen weiter. Auch erinnern sie daran, dass die Säle der Uni und öffentlichen Institutionen gratis zur Verfügung gestellt werden.

Weiter versichern sie, dass Anfragen von Externen gründlich geprüft werden und dass die Möglichkeiten für Externe, mit dem geplanten Studentenzuwachs automatisch sinken wird.

Dem Campus Zeit geben

Allgemein weisen François Bausch und Marc Hansen auch darauf hin, dass die "Maison du Savoir" erst seit neun Monaten in Betrieb ist. Jedes neue Projekt eines gewissen Ausmaßes verlange Zeit, um sich entwickeln zu können, so Bausch und Hansen. Denn Qualität und Atmosphäre könnten nicht per Dekret verordnet werden.

 



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Uni.lu: Zweiter Anlauf in Belval
Vergangenes Jahr bezogen die ersten Studenten den Campus Belval, nun wird ihre Zahl auf 3000 klettern. Blieben die Kinderkrankheiten im ersten Uni-Jahr nicht aus, dürften manche mittlerweile auskuriert sein.
Illustrations université esch belval maison des arts, maison du nombre ,habitations étudiants luxembourg le 07.09.2016 Photo christophe Olinger
Belval: Uni wird Herr im eigenen Haus
Die Universität wird nun einen Großteil der "Maison du Savoir" in Belval selber verwalten dürfen. Zuvor hatte die Uni sich über mangelnden Spielraum in den eigenen vier Wänden beklagt.
campus UNI.LU - maison du nombre - maison du savoir - Belval - 21.04.2016 - © claude piscitelli
Uni.lu: Der Kampf um Campus Belval
Während das erste akademische Jahr sich dem Ende zuneigt, hat sich ein Gefühl der Unzufriedenheit in Belval breit gemacht. Das Resultat: die Aktion „Belval est à nous“.
Rentree universitaire a Belval, Foto Lex Kleren
Campus Belval: Uni gibt sich bunt
Nach den Kritiken von Studenten und Universitätsleitung tut sich auf dem Campus Belval langsam was. Erste Zeichen davon sind bunte Sessel die nun die Eingangshalle des Hauptunigebäudes in Belval zieren.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.