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Belval: Hochöfen haben ihr Publikum gefunden
 2014 haben etwa 10 000 Besucher den Hochofen A erklommen

Belval: Hochöfen haben ihr Publikum gefunden

Foto: Claude PIscitelli
2014 haben etwa 10 000 Besucher den Hochofen A erklommen
Lokales 2 Min. 17.05.2015

Belval: Hochöfen haben ihr Publikum gefunden

Nachdem 2014 etwa 10 000 Besucher den Hochofen A erklommen haben, soll diese Marke 2015 durchbrochen werden. Dazu beitragen soll unter anderem die EU-Ratspräsidentschaft Luxemburgs.

(na) - Die Hochöfen in Belval haben ihr Publikum gefunden. Von Juli bis Oktober 2014 haben etwa 10 000 Besucher nicht davor zurückgeschreckt, die 180 Stufen des Hochofen A in Angriff zu nehmen. Seit der Eröffnung im April dieses Jahres  waren es sogar bereits 2 500.

Alleine im Mai sind in Belval 30 geführte Touren gebucht. Auch sind Besichtigungen bereits bis November reserviert, unterstreicht Antoinette Lorang, vom Fonds Belval.

Internationale Delegationen sollen Belval besuchen

Dabei steht der große Auftritt der Hochöfen auf der internationalen Bühne erst bevor. Ähnlich wie bereits bei Staatsvisiten, zuletzt die vom französischen Präsidenten François Hollande, soll Belval während der luxemburgischen EU-Ratspräsidentschaft einem internationalen Publikum vorgestellt werden.

So werden offizielle Konferenzen in Belval stattfinden, mit anschließenden Besichtigungen durch die EU-Delegationen. Dies nicht nur, um die Industrievergangenheit Luxemburgs vorzuweisen sondern vor allem, um Belval als internationales Kongresszentrum zu positionieren.

Genaue Unterhaltskosten noch unbekannt

Am Fuß von Hochofen A sollen noch 2015 Wintergärten entstehen.
Am Fuß von Hochofen A sollen noch 2015 Wintergärten entstehen.
Foto: Guy Jallay


Doch zurück zu den Hochöfen. Neu ist seit diesem Jahr, dass ein Preis von fünf Euro verlangt wird. Dies stelle einen kleinen Beitrag zu den hohen Unterhaltskosten dar, erklärt Antoinette Lorang.

Doch noch sei es zu früh, um genau sagen zu können, wie viel die Instandhaltung der Hochöfen während einer Tourismussaison koste. „Wir haben noch nicht genügend Abstand, um dies beurteilen zu können“, so Fonds-Belval-Architekt Lucio Wercollier.

Nach der Instandsetzung habe es 2014, trotz mancher starker Stürme, keiner größeren Eingriffe mehr benötigt, lediglich musste mancherorts etwas Farbe wieder aufgetragen werden.

Aufzug derzeit nicht geplant

Für die Instandsetzung waren gesetzlich 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden. Aktuell sei man dabei, die Endabrechnung herzustellen. Bekanntlich hatten diese Mittel nicht gereicht, um auch einen Lift im sich vor Ort befindbaren Schacht zu installieren. Aktuell sehe es weiterhin nicht danach aus, dass ein solcher Aufzug nachträglich installiert werde.

Dafür erwarten die Hochöfen Änderungen in ihrer direkten Umgebung. Im Juni sollen kleinere Infrastrukturen wie Bänke, Kioske oder Mülleimer installiert werden. Die angekündigte Bar und das Restaurant unterhalb der Hochöfen A und B sind ihrerseits nicht für 2015 zu erwarten.

Wintergärten am Fuße der Hochöfen

Gegen Ende des Jahres sollen dagegen die beiden quadratischen Grünflächen an der Avenue du Rock’n’roll zwei „Wintergärten“ weichen. Es handle sich hierbei nicht um Gewächshäuser, sondern um metallische Strukturen auf drei Stockwerken rund um eine Grünfläche, so Lucio Wercollier.

Die Struktur der Wintergärten soll die Sicht auf den Hochofen A nicht mindern, so der Architekt. Eine Sicht, die noch viele Besucher genießen sollen. Antoinette Lorang ist sich ihrerseits jedenfalls sicher, dass dieses Jahr die 10 000-Besucher-Marke geknackt wird.