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Belval: Grenzgänger trifft auf Student
Lokales 2 Min. 19.07.2015

Belval: Grenzgänger trifft auf Student

Während voraussichtlich drei Jahren wird die "Liaison Micheville", aus dem Tunnel hinaus, in den Kreisverkehr vor der "Maison du Savoir" münden.

Belval: Grenzgänger trifft auf Student

Während voraussichtlich drei Jahren wird die "Liaison Micheville", aus dem Tunnel hinaus, in den Kreisverkehr vor der "Maison du Savoir" münden.
Foto: Nicolas Anen
Lokales 2 Min. 19.07.2015

Belval: Grenzgänger trifft auf Student

Ende 2016 soll die „Liaison Micheville“ in ihrer provisorischen Form eröffnet werden. Wenn dann Grenzgänger auf Studenten in Belval in einem relativ kleinem Kreisverkehr aufeinander stoßen, dürften Verkehrsschwierigkeiten nicht ausbleiben.

(na) - Ende 2016 soll die „Liaison Micheville“ in ihrer provisorischen Form eröffnet werden. Der Verkehr aus Frankreich kommend wird aus dem Tunnel in den Kreisverkehr vor der „Maison du Savoir“ geführt werden.

Aus dem Tunnel, aus Richtung Frankreich kommend, führt der Weg zur A4 durch diesen Kreisverkehr vor der "Maison du Savoir".
Aus dem Tunnel, aus Richtung Frankreich kommend, führt der Weg zur A4 durch diesen Kreisverkehr vor der "Maison du Savoir".
Foto: Anen Nicolas

Wer weiter nach Luxemburg möchte, wird die Straße entlang der ArcelorMittal-Weiher (Rue des Etangs) nehmen müssen, um in den Kreisverkehr Raemerich zu gelangen und dort auf die A4 zu fahren.

Danach geht es durch die Rue des Etangs.
Danach geht es durch die Rue des Etangs.
Foto: Guy Jallay

Wissend wie viel Verkehr heute schon morgens aus Frankreich kommt, darf man sich, zumindest in den Spitzenstunden, auf lange Blechkolonnen auf diesem Parcours vorbereiten. Da die „Liaison Micheville“ auf französischer Seite nicht nahe Villerupt halt macht, sondern bis Tiercelet ganz nahe an der Autobahn A 30 führt, ist mit starken Verkehrsströmen aus Frankreich zu rechnen, zumindest in den Hauptverkehrsstunden.

Um schließlich im Kreisverkehr Raemerich zu münden.
Um schließlich im Kreisverkehr Raemerich zu münden.
Foto: Guy Jallay

Sprich genau in den Stunden, in denen aus der entgegengesetzten Richtung zahlreiche Studenten und Universitätsmitarbeiter ebenfalls nach Belval möchten. Verkehrsschwierigkeiten im Kreisverkehr vor der „Maison du Savoir“, in dem Grenzgänger und Studenten aufeinander treffen werden, scheinen demnach vorprogrammiert.

Die Straßenbauverwaltung hat auch bereits reagiert und nachträglich eine weitere Spur entlang des Kreisverkehrs geplant, die ähnlich wie in einem Turbokreisverkehr Autofahrer aus dem Tunnel direkt auf den Standort Belval führen wird.

Agora-Planer denken mit

Doch bleibt immer noch die Problematik der Grenzgänger, die nicht nach Belval, sondern nach Luxemburg wollen. Hier hatte Agora-
Direktor Vincent Delwiche eine originelle Idee. Bekanntlich hat die Straßenbauverwaltung bereits ein Stück Fahrbahn aus dem Tunnel hinausgebaut, es dann aufgeschüttet, um darüber die Rampe zu bauen, die aus dem Tunnel führt (2019 für den Anschluss an die A4, wird 
diese Rampe geräumt).

Würde man nun noch ein Stück Fahrbahn aus dem Tunnel weiterbauen, diesen auch zukippen, 
könnte eine kleine Verbindung gebaut werden. Diese würde aus dem Kreisverkehr auf die Straße führen, die sich bereits entlang des Tunnels befindet (dort soll später eine Ausfahrt der „Liaison Micheville“ entstehen). 

Ein zusätzlicher Kreisverkehrsausgang und eine Fahrbahn, die über die bräunlich gefärbte Erde (unten im Bild) auf die bereits bestehende Straße neben dem Tunnel führt, könnte für Entlastung sorgen.
Ein zusätzlicher Kreisverkehrsausgang und eine Fahrbahn, die über die bräunlich gefärbte Erde (unten im Bild) auf die bereits bestehende Straße neben dem Tunnel führt, könnte für Entlastung sorgen.
Foto: Nicolas Anen

"Durchaus realisierbar"

Diese Fahrbahn würde als Einbahnstraße Richtung Belval funktionieren und in die Porte de France münden. Auf Nachfrage bei Raymond Bonaria, Leitender Bauingenieur der Baustelle Belval, erklärte er, dass bisher nichts Derartiges vorgesehen sei, dass diese Lösung aber auf den ersten Blick durchaus realisierbar erscheine. Auch sehe es danach aus, als könne dadurch durchaus eine Entlastung in den Spitzenstunden entstehen.

Dies müsse aber eine Verkehrsstudie noch bestätigen. Teuer komme diese zusätzliche Trasse jedenfalls nicht zu stehen. Bleibt demnach zu hoffen, dass diese Möglichkeit in Betracht gezogen wird. Eine Wunderlösung stellt sie nicht dar, doch könnte sie helfen die Situation zu entschärfen, bis die definitive Variante der „Liaison Micheville“, voraussichtlich 2019, steht. 


Mehr zum Thema in der LW-Ausgabe des 18. Juli 2015


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