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Belval: Campusfeeling am Entstehen
Ein Billard- und zwei Kickertische statten die Studentenlounge aus.

Belval: Campusfeeling am Entstehen

Foto: Christophe Olinger
Ein Billard- und zwei Kickertische statten die Studentenlounge aus.
Lokales 2 Min. 07.12.2017

Belval: Campusfeeling am Entstehen

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Seit dem Uniumzug war stets die Kritik zu hören, dass Studenten in Belval über keinen Rückzugsort verfügen. Seit der Instandsetzung der früheren ADEM-Container ist dies nicht mehr der Fall. Hier setzen sich Studenten ein, damit nun Campusfeeling aufkommen kann.

(na) -  „Sehr modern aber auch leer“, sind Worte, die die beiden Studenten, Eric Demarche (23) und Léa Neveux (21) mit ihrer Ankunft in Belval in Verbindung bringen. Beide sind mit ihrer Universität in den Süden umgezogen. Und beide wollen sich nun dafür einsetzen, dass das neue Univiertel mehr Studentenflair versprüht.

Die beiden Studenten Eric Demarche und Léa Neveux, hier am Kickertisch, haben sich freiwillig gemeldet, um die Studentenlounge mit zu verwalten.
Die beiden Studenten Eric Demarche und Léa Neveux, hier am Kickertisch, haben sich freiwillig gemeldet, um die Studentenlounge mit zu verwalten.
Foto: Christophe Olinger

Das Instrument dafür haben sie mittlerweile: Eine provisorische Lounge, die von den Studentenvereinigungen selber verwaltet wird. Dabei handelt es sich um den etwas umgebauten Modulbau, in dem einst die ADEM beherbergt war.

Neben einer Spielkonsole laden hier zwei Kicker- und ein Billardtisch zum Spielen ein. Aus dem Lautsprecher ist ein Lied von R.E.M. zu hören. Gerade kommt eine Gruppe Studenten zur Tür herein. Sie haben sich verabredet, um einen Vortrag vorzubereiten. Morgen müssen sie vor ihrem Professor auftreten.

Party in Belval

„Am 1. Dezember hatten wir hier über 100 Studenten auf unserer Party“, erzählt Eric Demarche stolz. Auf der Halloweenparty, einen Monat zuvor waren es etwa 70, ergänzt Léa Neveux. Der Informatikstudent und die Jurastudentin haben sich beide freiwillig gemeldet, um bei der Verwaltung der Lounge mit anzupacken.

Die Lounge befindet sich zwischen der Gebläsehalle und dem administrative Gebäude des "Fonds Belval".
Die Lounge befindet sich zwischen der Gebläsehalle und dem administrative Gebäude des "Fonds Belval".
Foto: Christophe Olinger

„Das hier ist wie mein zweites Zuhause“, sagt Eric Demarche und lacht. Die Bemühungen würden sich mittlerweile bezahlt machen. Dabei wurde die Lounge bereits im Februar 2017 eröffnet.

Doch mitbekommen hatten dies damals augenscheinlich die wenigsten. „Oft hatten wir nur zwei, drei Personen am Tag, das war schon etwas trist“, erinnert sich Eric Demarche. Doch seien die Dinge dabei sich zu ändern. Auch wenn der große Andrang noch ausbleibe.

Nur wenige Luxemburger

Unter den Studenten, die nach den Kursen kommen, sei nur ein geringer Teil Luxemburger, stellt Léa Neveux fest. Doch dies hänge auch mit den ungünstigen Transportverbindungen zusammen. Auf Bus und Bahn sei nicht immer Verlass.

Neben der Lounge fehle es auch in den Restaurants und Lokalen an einer auf Studenten zugeschnittenen Offerte, findet sie. Doch ist sie guter Dinge, dass sich dies noch ändern wird. „Anders als im ersten Jahr sind die Gänge im Unigebäude nicht mehr einfach nur leer“, stimmt ihr Eric Démarche zu.

Außerdem soll im nächsten Semester die „Maison des arts et étudiants“ öffen, wo die Studenten eine definitive Bleibe finden werden. Da diese sich direkt hinter der „Maison du Savoir“ befindet, dürfte sie auch gut erreichbar sein.

In der Zwischenzeit steht das nächste Fest in der Lounge bereits an: Am 14. Dezember, um die Diplomüberreichung bei den Bachelorstudenten zu feiern.


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