Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Belastung im Grundwasser festgestellt: Trinkwasser kommt wieder aus dem Stausee
Lokales 09.10.2014

Belastung im Grundwasser festgestellt: Trinkwasser kommt wieder aus dem Stausee

An manchen Stellen in Luxemburg ist das Grundwasser mit dem Pflanzenschutzmittel belastet.

Belastung im Grundwasser festgestellt: Trinkwasser kommt wieder aus dem Stausee

An manchen Stellen in Luxemburg ist das Grundwasser mit dem Pflanzenschutzmittel belastet.
Kuhn Charlot
Lokales 09.10.2014

Belastung im Grundwasser festgestellt: Trinkwasser kommt wieder aus dem Stausee

Nach neuesten Erkenntnissen des Umwelt- und Gesundheitsministeriums ist auch das Trinkwasser aus Tiefbrunnen mit dem Pflanzenschutzmittel Metazachlor belastet. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe allerdings nicht.

(vb) – Nach neuesten Erkenntnissen des Umwelt- und Gesundheitsministeriums ist auch das Trinkwasser aus Tiefbrunnen mit dem Pflanzenschutzmittel Metazachlor belastet. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe allerdings nicht, hieß es am Donnerstagabend.

Nach dem Unglück im belgischen Grenzgebiet, bei dem 6000 Liter des Spritzmittels in die Obersauer und damit in den Stausee geraten sind, wurde dieses Wasser nicht mehr in das Luxemburger Leitungsnetz eingespeist. Stattdessen wird Wasser aus Brunnen und Quellen für die Trinkwasserversorgung verwendet.

Nach knapp einer Woche hat sich die Wasserqualität im Stausee verbessert, so dass ab sofort wieder Wasser an der Talsperre entnommen wird.

Grundbelastung hat tiefere Ursachen

Analysen von Wasser aus dem Obersauerstausee, aber auch aus Tiefbrunnen der Sebes und angeschlossener Trinkwassersyndikate haben ergeben, dass an mehreren Stellen eine Belastung vorliegt, die nicht auf die Verunreinigung vom 17. September zurückzuführen ist. Das Wasser wird trotz Belastung nun genutzt. Im Klartext bedeutet dies, dass durch die Analysen, die nach dem Zwischenfall gemacht wurden, eine Grundbelastung entdeckt wurde, die unabhängig von der rezenten Verunreinigung besteht – möglicherweise seit Jahren. Dass dies bisher nicht entdeckt wurde, liegt laut Regierung einerseits daran, dass eine systematische Überwachung von über 1 500 Pestiziden und Abbauprodukten, die in Luxemburg zur landwirtschaftlichen Verwendung erlaubt sind, schlichtweg unmöglich sei.

Ein weiterer Grund sei, dass es „keine ausreichende Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft“ gegeben habe, was die Verwendung solcher Substanzen betrifft und dass die seit 1993 gesetzlich vorgesehenen Wasserschutzzonen von den bisherigen Regierungen nie umgesetzt worden seien. Staatssekretär Gira sprach von einer „Zeitbombe, die entschärft werden muss“.

Lesen Sie hier unser Dossier zum Thema.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Kostbares Nass besser schützen
Wegen steigender Einwohnerzahlen braucht Luxemburg immer mehr Trinkwasser. Umweltministerin Dieschbourg erinnert an die Bedeutung der Wasserschutzgebiete.
Das geschah bisher: Ein Stausee ohne Trinkwasser
Mitte September laufen in Wallonien unweit der luxemburgischen Grenze 6000 Liter Pflanzenbekämpfungsmittel aus. Wenige Tage später findet sich das Pestizid im Obersauer-Stausee wieder. Eine Chronik.
Was für eine Idylle am Stausee, mag man beim Anblick dieses Bildes denken. Doch breitet sich in den unteren Wasserschichten das Pestizid aus.
Nach Unfall in Belgien: Trinkwasser belastet
Hat die vergangene Woche in Belgien stattgefundene Verschmutzung eines Zuflusses der Sauer die Qualität unseres Trinkwassers beeinträchtigt?  Über die tatsächliche Gefahr ist man sich noch nicht im Klaren.
Der Obersauer Stausee ist Luxemburgs größtes Trinkwasserreservoir.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.