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Beide Schöffen treten in Monnerich zurück
Lokales 2 Min. 20.12.2019

Beide Schöffen treten in Monnerich zurück

Nancy Kemp-Arendt tritt von ihrem Schöffenposten zurück.

Beide Schöffen treten in Monnerich zurück

Nancy Kemp-Arendt tritt von ihrem Schöffenposten zurück.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 20.12.2019

Beide Schöffen treten in Monnerich zurück

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Am Freitag haben Nancy Kemp-Arendt (CSV) und Jean Kihn (DP) ihren Rücktritt angekündigt.

Der Monnericher Schöffenrat wird 2020 ein anderes Gesicht haben als 2019. Dies weil am Freitag beide Schöffen ihren Rücktritt für den 1. Januar 2020 angekündigt haben.

Von dem "Luxemburger Wort" kontaktiert, erklärt Nancy Kemp-Arendt (CSV), dass ihr Schöffenposten aus Zeitgründen nicht mehr mit ihrem Abgeordnetenmandat vereinbar ist. "Ich bin nun einmal perfektionistisch", sagt sie. 

Viel Arbeit in der Petitionskommission

Vor allem ihre Tätigkeit als Präsidentin der Petitionskommission im Parlament, "eine spannende Arbeit", koste viel Zeit. "Eingangs hatte ich nicht damit gerechnet, diesen Posten sofort zu Beginn der Mandatsperiode zu übernehmen", erklärt sie. Doch es kam anders.


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Da sie auch unter anderem im NATO-Parlament engagiert ist, würden viele Termine oft zur selben Zeit angesetzt. Weshalb sie sich zum Rücktritt aus dem Monnericher Schöffen- und Gemeinderat entschieden habe.

Andere Ansichten als der Bürgermeister

Daneben gibt es aber noch einen weiteren Grund: gewisse Divergenzen mit Bürgermeister Jeannot Fürpass (CSV). Dies vor allen in Bezug auf die Entwicklung der Gemeinde. Mit dem neuen allgemeinen Bebauungsplan (PAG) werde die Gemeinde "extrem wachsen", sagt Nancy Kemp-Arendt. 

Dabei ersticke sie jetzt schon im Verkehr. Erst müssten dafür Lösungen gefunden werden, ist sie der Ansicht. So habe sie manchmal "mit der Faust in der Tasche zugestimmt". Fügt aber gleich hinzu: "Und ich wollte Jüngeren eine Chance geben". 

Splitting steht bevor

Aus diesen Gründen habe sie entschlossen ein Jahr früher zurückzutreten als eigentlich nötig. Denn sie hätte ohnehin spätesten Mitte 2020 ihren Schöffenposten abgeben müssen. Bei den Koalitionsverhandlungen hatten CSV und DP einen Splitting des Schöffenposten vereinbart. In der Hälfte der Mandatsperiode wird dieser Posten von der CSV an die DP gehen. 

Auch Jean Kihn tritt zurück

Jean Kihn tritt auch von seinem Posten zurück.
Jean Kihn tritt auch von seinem Posten zurück.
Foto: Guy Jallay

Aber auch bei der DP gibt es einen Wechsel. So wird Schöffe Jean Kihn ebenfalls am 1. Januar zurücktreten. Dies einerseits wegen der hohen Arbeitsbelastung, der er als Arzt und Schöffe ausgesetzt war

Vorbereiteter Wechsel

Dieser Wechsel sei aber DP-intern länger vorbereitet gewesen, erklärt er. "Ich werde nicht mehr bei den nächsten Wahlen antreten", erklärt er. Deshalb wollte er einem Jüngeren Platz machen. 

Dies in Person von Marc Schramer (DP). Er soll im Gemeinderat nachrücken. Während Rat Serge Gaspar (DP) den scheidenden Jean Kihn auf den Schöffenposten ersetzen wird, soll Schramer während des Jahres 2020 den Schöffenposten übernehmen, der mit der CSV gesplittet wurde.

Clemes wird neuer CSV-Schöffe

Bei der CSV wird Michel Martins de Sousa in den Gemeinderat nachrücken. Claude Clemes, der 2017 Drittgewählter hinter Nancy Kemp-Arendt bei der CSV war, bestätigte dem LW am Freitagabend, dass er den Schöffenposten übernehmen werde. Dies bis zum bevorstehenden Splitting. 

Auf diese Wechsel angesprochen, zeigte sich Bürgermeister Jeannot Fürpass (CSV) am Freitag lediglich über den ausgewählten Zeitpunkt überrascht. Weiter bezeichnete er die Zusammenarbeit innerhalb der Koalition mit der DP  als ganz „loyal“. 


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