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Bei Orange: Freie Fahrt für Radler
Lokales 22.09.2020

Bei Orange: Freie Fahrt für Radler

Blinkt die Ampel orange auf, können Radfahrer die Kreuzung überqueren.

Bei Orange: Freie Fahrt für Radler

Blinkt die Ampel orange auf, können Radfahrer die Kreuzung überqueren.
Foto: Nadine Schartz
Lokales 22.09.2020

Bei Orange: Freie Fahrt für Radler

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Um die Sicherheit der Radfahrer in der Hauptstadt zu gewährleisten, wurden am Dienstag an fünf Kreuzungen neue Ampeln in Betrieb genommen.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Radfahrer, die in der Hauptstadt unterwegs sind, verdoppelt. In diesem Sinne wurden neue Radwege geschaffen,  bestehende Strecken an neue angebunden und dem Fahrrad mehr Raum geschaffen. 

Seit diesem Dienstag hat die Stadt Luxemburg nun als erste Gemeinde des Landes eine zusätzliche Neuerung eingeführt: Die Radler müssen sich an insgesamt fünf Kreuzungen nicht mehr nach den Ampeln für den motorisierten Verkehr richten, sondern verfügen über eigene Ampeln. Wenn die Verkehrsampeln auf Rot schalten, blinkt ein orangefarbenes Licht auf und die Radfahrer können die Kreuzung in die per Pfeil vorgegebene Richtung überqueren. Nichtsdestotrotz müssen sie unter anderem auf die Fußgänger auf den Zebrastreifen achten, da diese weiterhin Priorität genießen. 

„Gerade am Anfang müssen alle Verkehrsteilnehmer sich an die neue Situation gewöhnen“, betonte Bürgermeisterin Lydie Polfer in diesem Zusammenhang. Immerhin sei es das erste Mal landesweit, dass solche Ampeln in Betrieb genommen werden.

Derzeit befinden sich die blinkenden Fahrrad-Ampeln an den Kreuzungen Avenue du X Septembre/Boulevard de Verdun, Boulevard Roosevelt/Rue Philippe II, an der Avenue Marie-Thérèse, an der Kreuzung Boulevard Roosevelt mit der Rue de l'ancien Athénée sowie an der Ecke Avenue Monterey mit dem Boulevard Grande-Duchesse Charlotte. Anfang 2021 wird das gleiche Ampelsystem zudem an der Ecke Rue de Bonnevoie/Rue du Laboratoire eingeführt.

Das Pilotprojekt soll in der ersten Phase während sechs Monaten in Betrieb sein. Danach werden die Verantwortlichen die Bilanz ziehen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen beziehungsweise die Ampeln weiter ausbauen. 


Einweihung neue station Carloh, carsharing, le 21 Septembre 2017. Photo: Chris Karaba
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Bei der Präsentation des neuen Konzeptes unterstrich Mobilitätsschöffe Patrick Goldschmidt (DP), dass der Stadt -  trotz aller Kritik - das Fahrrad und die sanfte Mobilität insgesamt am Herzen liegt. „Dort, wo es möglich ist, versuchen wir, schnellstmöglich Verbesserungen vorzunehmen“, so Goldschmidt. So seien in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Parkplätze sowie sogar teilweise Fahrspuren auf der Straße entfernt worden, um dem Rad mehr Platz einzuräumen.  Doch dies allein reiche laut Patrick Goldschmidt nicht aus: Nach der Ausarbeitung eines Fahrradkonzepts in den Jahren 2006 und 2012 habe der Schöffenrat nun ein Mobilitätskonzept in Auftrag gegeben, das alle Verkehrsteilnehmer einbeziehen soll. 


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