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Bei Houffalize: Eierproduzent kämpft ums Überleben
Lokales 08.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Bei Houffalize: Eierproduzent kämpft ums Überleben

Bisher blieb Luxemburg vom Fipronil-Skandal verschont.

Bei Houffalize: Eierproduzent kämpft ums Überleben

Bisher blieb Luxemburg vom Fipronil-Skandal verschont.
Foto: AFP
Lokales 08.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Bei Houffalize: Eierproduzent kämpft ums Überleben

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Bisher bleibt Luxemburg vom Fipronil-Skandal verschont. Nur knapp hinter der Grenze müssen Produzenten jedoch angesichts eines Schadens von mehreren 100.000 Euro um ihr Überleben kämpfen.

(SH) - Bisher bleibt Luxemburg vom Fipronil-Skandal verschont. Wie das Umweltministerium mitteilte, sind in Luxemburg keine mit dem Giftstoff verseuchten Eier im Vertrieb.

Doch während in Luxemburg Konsumenten und Produzenten aufatmen dürfen, ist dies nur knapp hinter der Grenze ganz anders - wie es das Beispiel eines belgischen Produzenten, über den das Nachrichtenportal "sudinfo.be" berichtet, zeigt.

In Nadrin bei Houffalize, nur knapp 20 Kilometer von der Grenze zu Luxemburg entfernt, bangt Christophe Bastin derzeit um seinen Betrieb. Seine 35.000 Legehennen produzierten jeden Tag etwa 32.000 Eier, die der Produzent verkaufte.

Am 17. Juli folgte für Bastin jedoch das Aus. Bei einer Kontrolle wurden Spuren von Fipronil gefunden. Für den Produzenten bedeutete dies, dass er drei Monate lang keine Eier mehr verkaufen darf. Denn so lange dauert es bis zum Abbau des Produktes. Für Bastin war dies wirtschaftlich nicht tragbar. Der Produzent entschied sich dazu, seine Legehennen zu töten. Dennoch entstand für ihn ein Schaden in Höhe von 250.000 Euro. Wie er der belgischen Zeitung erklärte, will er diesen nun vor Gericht einklagen - allerdings mit ungewissem Ausgang.

Fipronil war in den Niederlanden von der Firma Chickenfriend zur Blutlaus-Bekämpfung bei Hühnern eingesetzt worden. Auf diesem Weg ist das Insektizid in die Eier der Legehennen gelangt.

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