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Begrenzte Barrierefreiheit an Bushaltestellen
Lokales 17.09.2021
Für Menschen mit eingeschränktem Seh- und Gehvermögen

Begrenzte Barrierefreiheit an Bushaltestellen

An 93 Prozent der Bushaltestellen fehlt der Leitstreifen für Sehbehinderte.
Für Menschen mit eingeschränktem Seh- und Gehvermögen

Begrenzte Barrierefreiheit an Bushaltestellen

An 93 Prozent der Bushaltestellen fehlt der Leitstreifen für Sehbehinderte.
Foto: Steve Remesch
Lokales 17.09.2021
Für Menschen mit eingeschränktem Seh- und Gehvermögen

Begrenzte Barrierefreiheit an Bushaltestellen

Von 4.500 Bushaltestellen sind nur wenige für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder begrenztem Sehvermögen ausgestattet.

(str) - Wenn Bushaltestellen nicht barrierefrei sind, dann schließen sie ganze Nutzerkategorien aus. Wie aus der Antwort von Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) auf eine parlamentarische Anfrage des „Piraten“-Abgeordneten Sven Clement hervorgeht, scheint es in diesem Punkt aber noch reichlich Nachholbedarf zu geben. 

Von den rund 4.500 Bushaltestellen im Land sind demzufolge nämlich nur etwa sieben Prozent mit einem sogenannten Leitstreifen oder parallel zur Kante verlaufenden Bodenindikatoren sowie einem Einstiegsfeld versehen, die Menschen mit eingeschränkter visueller Wahrnehmungsfähigkeit bei der Orientierung helfen. 

Knapp 13 Prozent der Haltestellen verfügen über eine Fläche von 1,5 mal 1,5 Meter, die es erlaubt, besser mit einem Rollstuhl entlang der Haltekante zu manövrieren. 

Und nur 17 Prozent der Haltepunkte verfügen über einen sogenannten Kasseler Bordstein, dessen Kante einen barrierefreien Zugang etwa mit dem Rollstuhl zum Bus ermöglicht. 

An 45 Prozent der Haltestellen gibt es indes ein Bushäuschen, von denen immerhin 82 Prozent stufenfrei zugänglich sind. 

Die Frage nach der Zahl der Bushaltestellen mit speziellen Fahrplänen für Menschen mit visuellen Einschränkungen lässt der Minister unbeantwortet. 

Er verweist auf eine Abstimmung des visuellen Inhalts von Haltestellenaushängen mit einem Groupe d'experts multidiscipinaire en accessibilité im Jahr 2012 und auch auf Möglichkeiten, um bestehende Anlagen zu verbessern – etwa durch Text-to-Speech-Bedarfsansagen, kontrastreichere E-Paper-Technik und akustische Ankündigungen. 

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