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Bebauungsplan Fischbach: "Wir sind keine Pampa"
Lokales 20.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Bebauungsplan Fischbach: "Wir sind keine Pampa"

Im beschaulichen Fischbach will man wachsen.

Bebauungsplan Fischbach: "Wir sind keine Pampa"

Im beschaulichen Fischbach will man wachsen.
Foto: Frank Weyrich
Lokales 20.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Bebauungsplan Fischbach: "Wir sind keine Pampa"

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die Bürgermeisterin von Fischbach Marianne Brosius-Kolber ist "not amused" über die Kritik von Staatssekreatär Camille Gira an ihrem Bebauungsplan. Die Gemeinde will zu schnell wachsen, hatte Gira gemeint und den PAG zurückgewiesen.

(jag) -  In der Sitzung des Gemeinderates Fischbach reagierte Bürgermeisterin Marianne Brosius-Kolber auf die Kritik von Staatssekretär Camille Gira zum vorliegenden PAG der Gemeinde Fischbach. Gira hatte dem Bebauungsplan seine Zustimmung verweigert. In einem Wort–Artikel sprach Gira von einem Paradebeispiel für Fehlplanung. Das starke Wachstum der Gemeinde würde zu zusätzlichem Straßenverkehr führen und zu viel Fläche verbrauchen. Zudem seien die Infrastruktur in der Gemeinde für ein deratiges Wachstum nicht ausgelegt. 

Bürgermeisterin Brosius widersprach dem am Montag vehement: Seit 2008 seien 14 Wohneinheiten pro Jahr genehmigt worden. Wolle man die Bevölkerung in der Gemeinde halten und verhindern, dass sich die Einwohner jenseits der Grenze niederlassen, dann müsse man Wohnraum anbieten. Denn von dort käme auch jeder mit dem Auto zur Arbeit.

Die Infrastrukturen seien ausreichend, auch wenn die geplatzte Fusion jetzt negative Auswirkungen habe. Was das Pendeln betrifft, so verweist Brosius auf die allgemeinen Gewohnheiten in Luxemburg: Mit dem Auto fahre man auch in den Städten zum Einkaufen. Besonders hatte es der Bürgermeisterin aber der Vergleich mit der Pampa angetan: „Wir sind in fünf Minuten am Bahnhof Mersch, von Pampa kann also keine Rede sein.“


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