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Baustellen und Überschwemmung als Ursachen
Lokales 07.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Zugverspätungen bei den CFL

Baustellen und Überschwemmung als Ursachen

Für die Verspätungen auf dem CFL-Netz gibt es mannnigfaltige Erklärungen.
Zugverspätungen bei den CFL

Baustellen und Überschwemmung als Ursachen

Für die Verspätungen auf dem CFL-Netz gibt es mannnigfaltige Erklärungen.
Foto: Guy Wolff
Lokales 07.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Zugverspätungen bei den CFL

Baustellen und Überschwemmung als Ursachen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
2016 notierten die CFL mehr Verspätungen als 2015. Besonders betroffen ist die Linie 90 (Luxemburg-Bettemburg-Frankreich). Die Gründe sind mannigfaltig, der Minister verspricht Besserung

(TJ) - 89,8 Prozent der Züge konnten 2016 pünktlich an ihrem Zielbahnhof einfahren. 2015 waren es noch 90,9 Prozent. Sieht man sich die einzelnen Linien an, so stellt man fest, dass die Verbindungen zwischen Luxemburg und Wasserbillig am pünktlichsten verkehrten, derweil die Reisenden von und nach Frankreich (Linie 90) sich am meisten gedulden mussten.

Transportminister François Bausch nennt in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der grünen Abgeordneten Josée Lorsché die Gründe für das insgesamt schlechtere Abschneiden der CFL.

Vorab habe man 2016 ein präziseres System der Zugerfassung eingeführt, womit schlicht und einfach mehr Verspätungen verbucht wurden. Andrerseits habe eine Überschwemmung im Stellwerk Bettemburg sich deutlich auf die Pünktlichkeit der Züge von und nach Frankreich ausgewirkt. Bausch vermerkt zudem, dass derzeit große Bauarbeiten am Schienennetz durchgeführt werden (Haltestelle Howald und Elekrtifikationsarbeiten zwischen Luxemburg und Kleinbettingen).

Die Anforderungen an das Schienenetz würden immer größer, so der Minister weiter. In den vergangenen zehn Jahren habe der Personenverkehr um 50 Prozent zugenommen, um sich 2016 bei 22,5 Millionen Reisenden einzupendeln. Parallel sei die Taktfrequenz herabgesetzt worden. In Spitzenzeiten verkehren auf der Linie nach Frankreich die Züge im 10-Minuten-Rhytmus, was die Infrastrukturen an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringe.

Man werde, so der Minister, im Dezember einen neuen Fahrplan einführen, der an die steigenden Anforderungen angepasst sei und der auch den neuen Haltestellen Howald und Pfaffenthal Rechnung trage. Zudem werden 2017 elf neue Triebwagen ausgeliefert, mit deren Hilfe man die Fahrpläne besser bewältigen kann. Zudem rechnet man damit, die zweite Brücke in Pulvermühle in Betrieb zu nehmen, womit ein Flaschenhals aus dem Eisenbahnnetz verschwinde.

Verbesserungsbedarf in Sachen Information

Was die Information der Reisenden bei Verspätungen angeht, so räumt der Minister Verbesserungsbedarf ein. Wohl habe man in der Vergangenheit über die Medien und via Flyer versucht, die Kunden zu informieren, dennoch werde man in Zusammenarbeit mit einem externen Experten versuchen, die Reisenden künftig zeitnah über Störungen auf dem Laufenden zu halten. In diesem Sinn sollen ab dem ersten Semester automatische Systeme in Petingen und Belval die Kunden informieren. Auch eine Überarbeitung des Online-Portals und der Smartphone-Apps ist geplant.




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