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Bauschuttdeponie Monnerich: Sickerwasser weist leicht erhöhte Radioaktivität auf
Im Abwasser in unmittelbarer Nähe der Bauschuttdeponie in Monnerich wurde eine leicht erhöhte Radioaktivität nachgewiesen.

Bauschuttdeponie Monnerich: Sickerwasser weist leicht erhöhte Radioaktivität auf

Foto: Lex Kleren
Im Abwasser in unmittelbarer Nähe der Bauschuttdeponie in Monnerich wurde eine leicht erhöhte Radioaktivität nachgewiesen.
Lokales 06.04.2015

Bauschuttdeponie Monnerich: Sickerwasser weist leicht erhöhte Radioaktivität auf

Das Sickerwasser der ehemaligen Schlackenhalde in Monnerich weist einige Anomalien auf, die weiter analysiert werden sollen. Zu diesem Schluss kommen die Umweltexperten von Bio-Monitor in ihrem Bericht, der dem "Luxemburger Wort" vorliegt.

(jag) - Das Sickerwasser der ehemaligen Schlackenhalde in Monnerich weist einige Anomalien auf, die weiter analysiert werden sollen. Zu diesem Schluss kommen die Umweltexperten von Bio-Monitor in ihrem Bericht, der dem "Luxemburger Wort" vorliegt. Demnach sei vor allem der Gehalt an radioaktivem Blei 210 und radioaktivem Kalium 40 zu hoch.

Die Werte stellen zwar kein direktes Risiko für Mensch und Tier dar, Bio-Monitor warnt aber vor einer Ansammlung dieser Materialien in der Umwelt und empfiehlt weitere Analysen. Zudem bleibt der genaue Ursprung der Belastung zu klären. Ein Zusammenhang mit der auf der Halde deponierten CASA-Schlacke soll aber nicht bestehen. 

Radioaktive Belastung - Experten fordern weitere Studien

"Eine Kuh, die Wasser aus dem Kiemelbach trinkt wird nicht gleich tot umfallen", so Roger Spautz von Greenpeace. "Man muss sich aber fragen, wie die Langzeitbelastung sich auswirkt und warum diese Zahlen nicht veröffentlicht werden."

Bio-Monitor wurde Ende Oktober mit einer Analyse beauftragt, dies wegen der hohen Mineralienkonzentration in den Abwässern unterhalb der Autobahn A4 nahe Monnerich. Sedimente und Wasseranalysen wurden auf Belastungen hin überprüft. Neben natürlich vorkommender Strahlung wurde oberhalb der "Kiemelbaach" eine starke Belastung mit radioaktiven Blei 210 gemessen (169 Bq/kg). Hier geht man von einer Belastung mit Radongas aus, welches auf natürliche Weise vorkommen kann. Die Experten fordern hier aber weitergehende Studien.

Beunruhigender ist die starke Belastung des Sickerwassers mit radioaktivem Kalium 40. Dieses wurde am Fuß der Deponie entnommen. Gemessen wurden hier 7,3 Bq pro Liter, der Großteil der Strahlung ist auf das Kalium zurückzuführen, welches in großen Mengen aus der Halde ausgespült wird. Das Kalium alleine reicht aber nicht aus um den Wert zu erklären. Den Experten zufolge sollte hier aber auch nach anderen Verdächtigen gesucht werden.


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