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Bauschutt-Broschüre sorgt für Verwirrung
Lokales 18.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Umweltministerium

Bauschutt-Broschüre sorgt für Verwirrung

Das geplante unterirdische Lager der Straßenbauverwaltung.
Umweltministerium

Bauschutt-Broschüre sorgt für Verwirrung

Das geplante unterirdische Lager der Straßenbauverwaltung.
Lokales 18.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Umweltministerium

Bauschutt-Broschüre sorgt für Verwirrung

In einer Broschüre der Umweltverwaltung ist ein modernes unterirdisches Lager der Straßenbauverwaltung abgebildet. Dabei handelt es sich jedoch um ein Phantom-Vorhaben.

(ml) - Spätestens seit dem Erdrutsch auf der Bauschuttdeponie in Monnerich sei das Thema Erdaushub in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit geraten, betont Umweltministerin Carole Dieschbourg in der Broschüre "Besser planen, weniger baggern", die Ende September veröffentlicht wurde. In dem Dokument, das man auf der Internetseite der Umweltverwaltung abrufen kann, werden u. a. Ratschläge zur Vermeidung von Erdaushub erteilt.

Unter dem Kapitel "Duck and Cover - Verschmelzung von Landschaft und Architektur" sind u. a. die Pläne einer futuristischen Einsatzzentrale der Straßenbauverwaltung entlang der Trierer Autobahn A1 neben der Ausfahrt  Grevenmacher-Potaschberg zu sehen. Dieser Auszug hat jedoch unerwünschte Reaktionen hervorgerufen.

Der CSV-Abgeordnete Léon Gloden, der zugleich Bürgermeister von Grevenmacher ist, zeigte sich über das Vorhaben erstaunt. In einer parlamentarischen Anfrage wollte er in Erfahrung bringen, ob es diesbezüglich ausführliche Pläne gibt. Des Weiteren wollte er wissen, in welchem Zeitraum das Projekt verwirklicht werden soll. 

Wegen Haushaltsengpässen eingestellt

In ihrer Antwort betonen Nachhaltigskeitsminister François Bausch und Umweltministerin Carole Dieschbourg, dass es sich lediglich um einen fiktiven Standort handelt. Im Jahr 2002 habe die öffentliche Bauverwaltung ein Architektenbüro damit beauftragt, eine Vorplanung auszuarbeiten, um ein neues unterirdisches Lager mit begrüntem Dach für die "ponts et chaussées" zu errichten.

Zwei Jahre später sei das Vorhaben aufgrund von Haushaltsengpässen eingestellt worden, betonen beide Minister. Um einen reibungslosen Ablauf im Osten zu gewährleisten, sei in Banzelt unter günstigen Bedingungen ein Depot der "ponts et chaussées" mit einer Wartungswerkstatt für Fahrzeuge gebaut worden. Die Kosten seien überschaubar gewesen. Weiter heißt es, dass das bestehende Lager in Grevenmacher instand gesetzt wurde. Die dadurch entstandenen Kosten seien überschaubar gewesen.