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Bausch und Bettel auf dem Berg
Lokales 10 20.09.2021
Vielseitige Armee

Bausch und Bettel auf dem Berg

Premier Xavier Bettel beim Start einer Drohne, wie die luxemburgische Armee sie derzeit während ihrer Malimission einsetzt.
Vielseitige Armee

Bausch und Bettel auf dem Berg

Premier Xavier Bettel beim Start einer Drohne, wie die luxemburgische Armee sie derzeit während ihrer Malimission einsetzt.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 10 20.09.2021
Vielseitige Armee

Bausch und Bettel auf dem Berg

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Premier Xavier Bettel und Verteidigungsminister François Bausch besuchen das Militärzentrum Herrenberg.

Oft wird die Daseinsberechtigung der luxemburgischen Armee aufgrund ihrer vergleichsweise doch eher überschaubaren Möglichkeiten bei der Landesverteidigung infrage gestellt. Doch in den vergangen Monaten zeigte sich erneut, dass die Soldaten da sind, wenn sie gebraucht werden. Einerseits während der Corona-Pandemie und andererseits im Rahmen den rezenten Überschwemmungen. Vor diesem Hintergrund besuchten Premierminister Xavier Bettel (DP) und Verteidigungsminister François Bausch (Déi Gréng) am Montag das Militärzentrum auf dem Herrenberg oberhalb von Diekirch, um ihren Dank für die geleistete Arbeit auszudrücken. 

Zuvor hatten die beiden Minister eine Vorführung erhalten, die unterstrich wie breit die luxemburgischen Streitkräfte aufgestellt sind. Zunächst war es Bettel überlassen, eine Drohne zu starten, die anschließend von einem speziell dafür ausgebildeten Soldaten über dem Areal des Herrenbergs gesteuert wurde. Diese unbemannten und mit einem Elektromotor samt Batterie angetriebenen Flugobjekte kommen derzeit im Mali in den Einsatz, um dort Aufklärungsarbeit zu leisten.  

Simulierter Angriff 

Der vorgestellte Drohnentyp wiegt sieben Kilo und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Für den Start und die Landung benötigt sie lediglich eine „Piste“ von 90 Metern Länge. Die Geräte können auch bei Regen fliegen, lediglich zu starker Wind kann einen Einsatz unmöglich machen. 

Danach stellten die Soldaten einen Angriff nach und wie sie sich in einem solchen Fall verteidigen. Dies sowohl mit ihren Handfeuerwaffen als auch mit Hilfe der auf zwei Dingos installierten Geschütze und Rauchgranaten. Simuliert wurde ebenfalls, wie ein verwundeter Kamerad zunächst medizinisch erstversorgt und anschließend in Sicherheit gebracht wird. 

Bedeutung ziviler Mitarbeiter

Nach der spektakulären Präsentation erklärte ein ziviler Mitarbeiter der Armee wie von Luxemburg aus der Kommunikationssatellit GovSat gesteuert wird. General Steve Thull unterstrich hierbei die Bedeutung der zivilen Mitarbeiter, die zusätzliches Fachwissen in die Armee einbrächten. Zum Abschluss der Visite berichteten dann mehrere Armeeangehörige von ihren Erlebnissen während der Corona-Krise respektive der Überschwemmungskatastrophe vergangenen Monat. 


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Die Einsatzpalette reichte dabei von Evakuierungen, beispielsweise auf Campingplätzen, dem Füllen von Sandsäcken oder dem Nähen von Schutzmasken. Dabei hätten sie stets die Dankbarkeit der betroffenen Menschen gespürt.  

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